Die gerichtliche Schlammschlacht zwischen dem Ehepaar Bohrn Mena und der Grünen-Abgeordneten Lena Schilling ging in Wien in die nächste Runde. Und endlich gelingt den Streitparteien eine Einigung: Sie beschließen „ewiges Ruhen“.
Großes Medieninteresse im Bezirksgericht Innere Stadt bei der Fortsetzung im Zivilprozess Ehepaar Bohrn Mena gegen Grünen-Politikerin Lena Schilling. Das Paar wirft Schilling kreditschädigende Falschbehauptungen vor.
„Sie haben eine Vorbildfunktion“
Richterin Andrea Zlöbl hatte den Streitparteien in der vorbereitenden Tagsatzung im Juni eine gütliche Einigung ans Herz gelegt. „Wollen Sie weiter die Konfrontation? Oder übernimmt man Verantwortung? Dann muss sich jeder bewegen. Schließlich haben Sie eine Vorbildfunktion“, sagt sie. Und ergänzt: „Wenn Sie jetzt noch die Kurve bekommen, verliert keiner.“
Der Appell war vorerst leider vergebens. Vielmehr wurde schon im Vorfeld des zweiten Prozesstages neue Schmutzwäsche gewaschen. Doch die Richterin bleibt hartnäckig. Auch am zweiten Verhandlungstag pocht sie auf Einigungsgespräche, die in der Zwischenzeit offenbar doch nicht stattgefunden hatten. Deshalb holt man es direkt im Gericht nach, die Verhandlung wird – lange – unterbrochen.
Schilling verzichtet auf Einvernahme
Lena Schilling ist persönlich erneut nicht anwesend: „Sie ist in Brüssel“, lässt sie über ihre Anwältin ausrichten, dass sie auf ihre Einvernahme verzichte. Die Juristin ergänzt: „Der Prozess soll nicht für persönliche Rachegelüste der Klägerseite genutzt werden.“ Sie legt einen Vergleichsvorschlag vor.
Schriftliche Erklärung vereinbart
Um 16 Uhr geht es endlich weiter. Die Richterin verkündet: „Die Parteien beschließen ewiges Ruhen des Konflikts.“ Endlich haben sie eine Lösung gefunden. Frau Schilling wird an mehrere Personen eine schriftliche Erklärung abgeben, darüber hinaus gibt es keine Stellungnahmen mehr.
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