Wer Urlaub in Spanien macht, könnte bald an vielen Orten nicht mehr zur Zigarette greifen dürfen. Die spanische Regierung will Rauchen auf Restaurant-Terrassen, an Stränden und vielen anderen Orten verbieten.
Die spanische Regierung hat einen Gesetzentwurf für ein Rauchverbot in öffentlichen Außenbereichen beschlossen. „Das Ziel ist einfach: Saubere Luft soll in gemeinsam genutzten Räumen zur Norm werden“, betonte Gesundheitsministerin Mónica García am Dienstag vor Journalisten.
Ziel des Gesetzes sei es, das schon geltende Rauchverbot für Innenräume auszuweiten, „um die öffentliche Gesundheit besser zu schützen und auf eine tabakfreie Generation hinzuwirken“, sagte die Gesundheitsministerin nach der Billigung des Entwurfs durch das Kabinett.
Das Rauch-Verbot gilt auch für Vapes und soll neben Terrassen im Hotel- und Gaststättengewerbe auch „Bushaltestellen, Bahnsteige, Universitätsgelände, Sportanlagen, Schwimmbäder und Strände“ betreffen, erklärte die Ministerin. Schwangere und Menschen mit Asthma sollten Restaurantterrassen nutzen können, ohne dem Rauch anderer Gäste ausgesetzt zu sein.
Jugendliche schützen
Der neue Gesetzentwurf zielt zudem darauf ab, Tabakkonsum für Minderjährige zu verbieten sowie jegliche Werbung für Tabak und E-Zigaretten zu untersagen. Der Text muss allerdings noch vom Parlament gebilligt werden, in dem die linksgerichtete Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez keine eigene Mehrheit hat.
Aufschrei der Gastronomie erwartet
Der Vorstoß könnte eine heftige Gegenreaktion der Gastronomie hervorrufen. In Spanien ist die Außengastronomie insbesondere in der warmen Jahreszeit sehr beliebt und wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Etwa ein Viertel der erwachsenen Spanier rauchen laut Daten des Gesundheitsministeriums von 2024 täglich. Tabakkonsum ist für 50.000 Todesfälle jedes Jahr verantwortlich. Ein 2011 erlassenes Gesetz hat das Rauchen bereits aus allen geschlossenen öffentlichen Räumen verbannt, darunter Bars, Restaurants, Cafés, Diskotheken und Casinos.
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