2. Liga vor dem Start

Zwischen Spannung und finanzieller Herausforderung

Fußball National
21.07.2026 19:55
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Mit großer Vorfreude auf eine Saison mit attraktiven neuen Clubs, aber wirtschaftlichen Herausforderungen geht die zweite Liga in ihre neunte Saison seit der Bundesligareform.

Die Liga freut sich über die Rückkehr des Traditionsclubs Wacker Innsbruck in den Profi-Fußball, hofft auf die nächste spannende Saison und sieht sich auf gutem Weg als Ausbildungsliga, muss aber mit finanziellen Einbußen kämpfen.

Wacker Innsbruck ist zurück in der 2. Liga.
Wacker Innsbruck ist zurück in der 2. Liga.(Bild: Christof Birbaumer)

Spannung in den Meisterkämpfen
„Wenn man in acht Saisonen die Entscheidung quasi in der letzten Runde hat, ist es das Schönste, das man sich wünschen kann“, sagte Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer vor der am Freitag in einer Woche beginnenden neuen Saison. „Die Attraktivität der zweiten Liga ist unfragwürdig“, meinte er auch mit Blick auf Wacker Innsbruck, den zweiten Aufsteiger ASK Voitsberg und Absteiger Blau-Weiß Linz.

Austria Lustenau entschied den letzten Meisterkampf für sich.
Austria Lustenau entschied den letzten Meisterkampf für sich.(Bild: APA/DIETMAR STIPLOVSEK)

Die zweite Leistungsstufe war vor acht Jahren als 16er-Liga mit Drehscheibenfunktion zwischen Amateur- und Profifußball konzipiert worden. Man sieht sich dabei sportlich auf einem guten Weg. „In der vergangenen Saison haben über 50 Jung-Nationalspieler in der Liga gespielt, 30 Prozent waren österreichische U22-Spieler. Im Sommer sind bisher 18 Spieler von der zweiten Liga in die Bundesliga gewechselt. Da sieht man die Entwicklung, die Ausbildung, die passiert“, betonte Ebenbauer.

Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer
Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer(Bild: GEPA)

3,2 statt 3,8 Mio. Euro
Schwierig sind die finanziellen Voraussetzungen. Die wirtschaftliche Gesamtsituation „hinterlässt beim Sport Spuren, die Herausforderungen sind hoch“, sagte Ebenbauer. „Wir bekommen weniger Subventionierung seitens der höchsten Spielklasse, das ging von 3,8 auf 3,2 Mio. zurück“, offenbarte Ebenbauer im Gespräch mit der APA. Zudem müssen die Clubs ab dieser Saison auch die Schiedsrichterkosten tragen, „das macht circa eine Million aus“. Und auch die Einnahmen aus einem gut dotierten Daten-Vertrag sind „eingebrochen“. Eine Chance sieht der Bundesliga-Chef „was in Österreich in den letzten 15 Jahren aufgebaut wurde, nämlich bei den Transfererlösen. Diese Entwicklung der jungen Spieler ist ganz wichtig“.

Wie geht es weiter?
Wie es mit der Liga weitergeht, wird aktuell in Arbeitsgruppen diskutiert, die bis Ende des Jahres eine Strategie entwickeln sollen, „wie unsere Visionen und Ziele aussehen, sportlich und wirtschaftlich“. Es geht unter anderem um die Größe der zwei Profiligen ebenso wie um die Anzahl der Auf- und Absteiger. Der Abstiegsmodus hat sich für die bevorstehende Saison bereits insofern geändert, als nur noch zwei Mannschaften aus den Regionalligen aufsteigen.

Neu sind zudem nicht nur die Regeln, die von der Weltmeisterschaft in Nordamerika bekannt sind und auch in der Bundesliga Anwendung finden, sondern ist auch die Festlegung der Spielansetzungen. Die Vereine können aus sechs fixen Anspielzeiten wählen, nämlich am Freitag um 18.30 und 20.30 Uhr, am Samstag um 15.30, 17.30 oder 18.30 und Sonntagvormittag 10.30 Uhr. Allerdings unter dem Aspekt des ORF-Livespiels oder der Wahl von Laola1.

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