Bei Hitzeschlacht

1954 löste Österreich den WM-Fluch der Schweiz aus

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Von krone Sport

Vor 72 Jahren unterlag die Schweiz im WM-Viertelfinale Österreich in der historischen Hitzeschlacht von Lausanne mit 5:7. Seitdem konnte man kein K. o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft gewinnen. Nun trifft man auf Algerien, wo ausgerechnet Nati-Rekordtrainer Vladimir Petkovic an der Seitenlinie steht. 

Sommer 1954: Die Fußball-Weltmeisterschaft findet in der Schweiz statt. Und der Gastgeber spielt ein starkes Turnier, schaltet im Achtelfinale Italien am 23. Juni mit 4:1 aus. Im Viertelfinale kommt es drei Tage später dann zur berühmten Hitzeschlacht von Lausanne. 

Vladimir Petkovic ist Rekordtrainer der Schweiz, trifft nun mit Algerien auf die Nati.
Vladimir Petkovic ist Rekordtrainer der Schweiz, trifft nun mit Algerien auf die Nati.(Bild: EPA/PETER KLAUNZER)

Sonnenstich bei Österreich-Goalie
Bei Temperaturen von rund 40 Grad trifft man auf Österreich. In einer Partie, die von Kuriositäten geprägt ist. Österreichs Torhüter Kurt Schmied erleidet einen Sonnenstich, darf aufgrund der damals geltenden Regeln aber nicht ausgewechselt werden. Dennoch triumphiert Rot-Weiß-Rot mit 7:5. Das ist bis heute Rekord: In keinem WM-Spiel fielen mehr Tore. Und für die Schweiz ist das Duell der Auslöser eines langen Fluchs!

Schweiz-Trainer Murat Yakin hospitierte einst bei Petkovic.
Schweiz-Trainer Murat Yakin hospitierte einst bei Petkovic.(Bild: EPA/PETER KLAUNZER)

Fluch soll gegen den Rekordtrainer enden
Denn die Nati hat seitdem kein K. o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft mehr gewinnen können. Im Sechzehntelfinale am Freitag (5 Uhr) hat man nun gegen Algerien die Chance, den Mega-Fluch zu beenden. Dabei trifft sie auf einen alten Bekannten. Nämlich auf Vladimir Petkovic, der von 2014 bis 2021 die Schweiz in 78 Länderspielen coachte – Rekord! „Ich bin ein Schweizer, der sehr stolz ist“, sagt Petkovic. „Aber ich bin ein Profi. Ich bin immer Fan der Mannschaft, die ich trainiere. Und ich gebe immer alles, um zu gewinnen.“

Den aktuellen Nati-Coach, Murat Yakin, kennt er bestens. Yakin kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Während meiner Trainerausbildung habe ich Vlado bei YB Bern eine Woche über die Schultern geschaut. Das war in der Saison, als sie 13 Punkte Vorsprung auf Basel verspielt haben.“

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