Nach Kopf-OP
Taliban-Opfer Malala aus Spital in England entlassen
Am Samstag vergangener Woche war Malala eine Titan-Platte im Kopf eingesetzt worden. Außerdem bekam die 15-Jährige ein Implantat zur Wiederherstellung des Gehörs im linken Ohr. Die Operation hatte fast fünf Stunden gedauert, danach verbrachte die junge Patientin zwei Nächte auf der Intensivstation.
Die Ärzte sahen den gesundheitlichen Fortschritt bei Malala am Freitag als gut genug für eine Entlassung an. Ihr Leidensweg ist damit aber noch lange nicht zu Ende: Die vollständige Genesung könne laut Auskunft der behandelnden Mediziner 15 bis 18 Monate dauern.
Malala war bekannt geworden, als sie vor drei Jahren auf einem Blog des britischen Senders BBC über ihr Leben im pakistanischen Swat-Tal unter den radikalislamischen Taliban berichtete. Sie setzte sich dabei vor allem für das Recht von Mädchen auf Bildung ein. Anfang Oktober wurde ihr in Pakistan in einem Schulbus von einem Taliban-Kämpfer in den Kopf geschossen, sie überlebte den Anschlag nur knapp. Seit Oktober war sie in Birmingham behandelt worden.
Am Montag hatte sich die 15-Jährige erstmals seit dem Taliban-Anschlag zu Wort gemeldet (siehe Infobox). "Ich kann sprechen, ich kann euch sehen, ich kann alle sehen und es geht mir Tag für Tag besser", sagte sie. Ihre Genesung habe sie zahlreichen Gebeten zu verdanken. "Wegen all dieser Gebete hat Gott mir ein neues, ein zweites Leben geschenkt", so Malala in der Video-Botschaft.
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