Viel zu kurz Grün für die Fußgeher. „Krone“-Leser aus fast allen Bezirken meldeten uns die Problemstellen.
Unzählige Rückmeldungen sind nach dem „Krone“-Leseraufruf zu den „Problemampeln“ in der Stadt bei uns eingelangt. Viele der insgesamt 1304 Ampeln in Wien haben zu kurze Grünphasen für Fußgänger. Oft könnten nur Jugendliche und fitte Erwachsene den Gehweg auf der anderen bei Grün sicher erreichen, wie auch der VCÖ kritisiert.
„Ich wurde sogar schon beschimpft!“
Hier ein Auszug der Leser-Reaktionen: Susanne Greinecker ist oft beim Donauzentrum, nahe der Wagramerstrasse unterwegs. Kaum versucht man hier über die Straße zu gehen, wird die Ampel auch schon wieder Rot. „Die Autofahrer lassen einen nicht in Ruhe über die Straße gehen. Ich wurde sogar schon beschimpft und einer ist mal einfach so aufs Gas gestiegen!“, beschwert sich Frau Greinecker.
Auch die Landesgerichtsstraße/Josefstädter Straße ist eine Aufreger-Kreuzung. „Jeden Morgen ärgere ich mich. Man schafft es nicht die Fahrbahn zu überqueren, ohne dass man in die rot-gelbe Blinkphase kommt. Das macht aggressiv und stresst mich“, so ein Leser, der anonym bleiben will.
Bei der Kreuzung Grünbergstraße, Schönbrunner Straße sei die Überquerung der Straße in beide Richtungen lebensgefährlich, weil bei jedem Umschalten der Ampel Autos noch schnell abbiegen oder geradeaus fahren wollen. Die Grünphase ist zu kurz, um als etwas geheingeschränkte Person oder mit einem Rollstuhl die Straße zu überqueren. Auch Busse der Wiener Linien würden hier regelmäßig noch bei Gelb losfahren und dann bei Rot in die Kreuzung einbiegen. Beim VCÖ gibt es dazu bereits mehrere Meldungen.
„Krone“-Leserin Susanna Linder geht einige Male pro Woche in das Hallenbad Hietzing zum Schwimmen. „Dabei überquere ich die Atzgersdorfer Straße/ Stranzenberggasse. Die Grünphase dauert nur einige Sekunden, auch wenn ich etwas rascher gehe, wird es frühzeitig rot.“ Beschwerden bei der Bezirksvorstehung hätten bisher nichts gebracht.
Gehgeschwindigkeit von 1,2 Meter pro Sekunde
Von der zuständigen MA33 (Wien leuchtet) heißt es dazu, dass der Stadt Wien die sichere Überquerung von Schutzwegen ein zentrales Anliegen ist. Bei stark belasteten Verkehrsknoten werde oftmals ein verkehrsabhängiges Schaltprogramm installiert, um besser auf die vorhandene Verkehrsmenge reagieren zu können.
Zu jeder Freiphase werden die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestwerte eingehalten und somit eine sichere Querung für alle Personen ermöglicht, heißt es weiter. Gemeinsam mit der anschließenden Räumphase, welche wie gesetzlich vorgeschrieben mit einer Gehgeschwindigkeit von 1,2 Meter pro Sekunde berechnet wird, sei gewährleistet, dass auch ältere Personen und Kinder rechtzeitig den Schutzweg verlassen können, bevor der Fahrzeugverkehr grün bekommt und einsetzt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.