"Mega und die Schönheit von Open Source. Ihr findet einen Bug - wir reparieren ihn. Ihr empfehlt uns etwas Tolles – wir bauen es ein. Ich liebe es!", ließ Dotcom seine Twitter-Gefolgschaft kürzlich wissen. Der Internetmillionär mit deutschen Wurzeln spart nicht mit Lob für die Internetcommunity, die ihn mit hilfreichen Tipps versorgt und auch schon den einen oder anderen Softwarefehler in Mega aufgedeckt hat.
Jetzt will Dotcom die Nutzerbeteiligung im Kampf gegen Bugs und Sicherheitslücken auf die nächste Stufe heben. In einem Blogeintrag hat der Mega-Macher angekündigt, jenen Hacker mit 10.000 Euro zu belohnen, der ihm als Erstes ein bisher nicht bekanntes Problem mit Mega meldet. "Um Megas Sicherheit zu verbessern, bieten wir jedem Belohnungen an, der uns einen zuvor unbekannten sicherheitsrelevanten Bug oder Designfehler meldet", so Dotcom im Blogeintrag.
Dotcom interessiert sich für verschiedene Sicherheitslücken
Demnach ist Dotcoms Team insbesondere an Bugs interessiert, welche die Sicherheit der Mega-Server gefährden. Dazu zähle beispielsweise die Ausführung von Fremdcode auf den Mega-Servern oder im Browser eines Nutzers sowie die Manipulation der Website über sogenannte SQL-Injections, heißt es im Blogeintrag. Auch Angriffe, welche beispielsweise die Verschlüsselungsmechanismen von Mega aushebeln, seien für Dotcom von Interesse.
Der erste Hacker, der einen entsprechenden Bug bei den Mega-Machern meldet, sei für den Preis qualifiziert. Allerdings nur dann, wenn er die entdeckte Sicherheitslücke erst dann öffentlich macht, wenn sie von den Betreibern des Filehosters bereits ausgebessert wurde. Geht der Entdecker eines Sicherheitsproblems damit früher an die Öffentlichkeit, gibt es kein Geld.
Gegen Dotcom läuft nach wie vor ein Auslieferungsverfahren
Mega ist der neue Filehosting-Dienst von Kim Dotcom. Zuvor war er Betreiber des Filehosting-Dienstes MegaUpload, der im Jänner 2012 im Zuge einer Razzia vom Netz genommen wurde. Zwar läuft nach wie vor ein Verfahren gegen den Internetmillionär, in dem über seine Auslieferung an die USA entschieden werden soll, trotzdem ging am Jahrestag der Hausdurchsuchung der MegaUpload-Nachfolger mit dem einprägsamen Namen Mega online (siehe Infobox).
Mega verfügt über Verschlüsselungsmechanismen, dank derer die Betreiber selbst eigenen Angaben zufolge nicht wissen können, was genau auf ihren Servern gespeichert wird. Auf diese Art und Weise hoffen Dotcom und sein Team, nicht mehr für Urheberrechtsverstöße der Nutzerschaft zur Verantwortung gezogen zu werden.
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