Proteste in Russland
Dutzende Gegner von Wladimir Putin festgenommen
Insgesamt wurden allein in Moskau rund 40 Menschen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsrecht abgeführt. In St. Petersburg nahm die Polizei mehr als 20 Nationalisten bei einer Anti-Putin-Kundgebung fest.
Der "Marsch für die Freiheit" vor der Zentrale des Geheimdienstes an der Lubjanka in Moskau war nicht genehmigt worden, wie die Stadtverwaltung betonte. Die Opposition gab die Zahl der Protestierenden auf ihrer Internetseite kasparov.ru mit 7.000 an, die Polizei dagegen nur mit 700. "Weg mit den kriminellen Machthabern", "Russland ohne Putin!" und "Freiheit den politischen Gefangenen!", riefen die Regierungsgegner. Im Dezember vergangenen Jahres hatte sich in Russland eine neue Protestbewegung gebildet, die zeitweise bis zu 120.000 Demonstranten mobilisierte.
Auch in anderen Städten gab es Kundgebungen für mehr demokratische Freiheiten. In der Hauptstadt hatten sich Behörden und Opposition nicht auf einen Ort für neue Straßenproteste einigen können. Der Leiter der Sicherheitsabteilung der Stadt, Alexej Majorow, verteidigte den Polizeieinsatz als angemessen und bot der Opposition Gespräche über künftige Aktionen an.
Die Kundgebung am Lubjanka-Platz habe gezeigt, dass die Oppositionsbewegung ihr Protestpotenzial ungeachtet geringerer Teilnehmerzahlen nicht verloren habe, sagte der Politologe Alexej Makarkin. Es sei beachtlich, dass ungeachtet des Verbots so viele Menschen gekommen seien. Viele der Regierungsgegner hatten sich auf dem Platz eingefunden, um Blumen an einem Gedenkstein für die Opfer politischer Repressionen zu Zeiten von Sowjetdiktator Josef Stalin niederzulegen.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.