In Moskau und dem Osten Russlands wütet der islamistische Terror, aber die Staatssicherheitsdienste von Wladimir Putin sind anderweitig beschäftigt. Der Kremlchef schaut in den Westen. Das ist die falsche Richtung.
Gnadenlos wird die leiseste Kritik am Krieg in der Ukraine verfolgt. Jüngst traf es sogar einen 15-jährigen Schüler: Fünf Jahre Haft in einer Strafkolonie.
Grotesk: Der größte Landkoloss der Welt über neun Zeitzonen, dieses Eurasien, verheizt seine Soldaten für die Eroberung von ein paar Kilometern an seiner Westgrenze, der Ukraine. Jedoch wurde die islamistische Entwicklung im Osten so lange unterschätzt, bis sie kaum noch in Griff zu halten ist.
Etwa 20 Millionen Menschen der 140 Millionen Einwohner Russlands sind dem islamischen Kulturkreis zuzurechnen. Sie sind in der Regel auch die nationalen Minderheiten. Das Zusammenleben hat früher nicht schlecht funktioniert. Erst die Radikalisierung aus Zentralasien schuf die Gewalt.
Der jüngste Terrorangriff richtete sich simultan gegen ein christliches und ein jüdisches Gotteshaus. Unter Putin wird tagein, tagaus das orthodoxe Erbe Russlands überhöht, und der Gazakrieg hat den Hass auf Juden neu entfacht.
Mit der alt-neuen Methode, gefangene Terroristen öffentlich zu foltern, wird Putin des Terrorproblems jedenfalls nicht Herr werden. Denn militante Islamisten lassen sich von ihrem Spruch leiten: „Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.