Nur keine Panik

Trump-Dinner: Darum aß „Salad Man“ einfach weiter

Außenpolitik
28.04.2026 10:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

Als während Donald Trumps Presse-Dinner plötzlich Schüsse krachten, brachten Leibwächter den Präsidenten und seine Begleiter rasch in Sicherheit. Im Saal warfen sich Gäste panisch zu Boden oder liefen hektisch zum Aufgang. Doch ein Mann blieb sitzen und aß in aller Ruhe seinen Salat. Die Szene ging viral. Inzwischen ist der „Salad Man“ identifiziert und erklärt, warum er so cool blieb.

CNN zeichnete die chaotischen Vorgänge auf. Ein Reporter konnte den Mann später als den New Yorker Medienmanager Michael Glantz identifizieren. Nachdem die Szene in sozialen Medien viral gegangen war, bat die „New York Times“ Glantz zum Interview. Und darin legt er seine – ziemlich banalen – Gründe für sein Verhalten offen.

„Vor allem hatte ich Rückenschmerzen“
Als Hauptgrund führt Glantz an: „Vor allem hatte ich Rückenschmerzen. Ich konnte mich nicht auf den Boden legen und wenn ich es doch getan hätte, hätten mich mehrere Leute wieder hochholen müssen.“

Hier bewahrt der Michael Glanz die Nerven:

Nach den Schüssen beim traditionellen Korrespondenten-Dinner in Washington kam es zu hektischen ...
Nach den Schüssen beim traditionellen Korrespondenten-Dinner in Washington kam es zu hektischen Szenen im Saal. Nur einer blieb cool.(Bild: x.com, Krone KREATIV)

Neuer Smoking und dreckiger Boden
Auch seine zweite Begründung lässt aufhorchen, denn Glantz ist ein Hygienefanatiker. „Auf keinen Fall hätte ich mich mit meinem neuen Smoking auf den dreckigen Hilton-Boden gelegt“, behauptet der Medienmanager.

Als New Yorker einiges gewohnt
Und nicht zuletzt sei er als New Yorker einiges gewohnt, dort müsse man mit Sirenengeheul und ständigem Trubel leben. Als sich die Secret-Service-Agenten über Sessel und Tische stürzten, hatte er keine Angst, sondern wollte die Ereignisse beobachten.

Journalisten krallten sich Wein und Champagner
Glantz war nicht der einzige Gast, der an jenem Abend im Hotel Hilton mit seinem Verhalten auffiel. Die Kameras fingen auch Szenen ein, in denen sich Gäste schamlos Wein- und Champagnerflaschen von den verwaisten Tischen holten und mitnahmen. Manche machten von ihrer Beute sogar noch Selfies oder tranken direkt aus den Flaschen.

Secret-Service-Mitarbeiter von Schuss getroffen
Nach den Schüssen wird dem Verdächtigen versuchter Mord am US-Präsidenten vorgeworfen. Das erklärte das zuständige Gericht am Montag bei einer Anhörung. Der Täter, laut Medienberichten ein 31 Jahre alter Mann aus Kalifornien, stürmte schwer bewaffnet durch einen Sicherheitsposten des Secret Service, ehe er von Beamten gestoppt wurde. Ein Sicherheitsbeamter wurde von mindestens einem Schuss getroffen, wegen seiner Schutzweste aber nicht schwerer verletzt.

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