„Krone“-Kolumne

Ein echter Fall für James Bond

Kolumnen
26.04.2026 06:45
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„Die Weltherrschaft, immer wieder der alte Traum“, erkannte James Bond bereits im ersten Filmabenteuer „Dr. No“ – und seine vielen Kämpfe gegen machthungrige Bösewichter gaben ihm recht.

Gut möglich, dass Bond auch ein Auge auf Alex Karp werfen würde. Der ist CEO von Palantir, einem von ihm und dem umstrittenen Tech-Milliardär Peter Thiel mitbegründeter Software-Giganten. Zu den besten Kunden gehören Regierungen, Geheimdienste, Polizeibehörden und das Militär, denen die Analyse gigantischer Datenmengen gute Dienste leistet. Auch in Europa sei Palantir schon „ein Hit“, so Karp.

Immer mehr Nationen vertrauen damit hochsensible Daten einem Tech-Konzern an. Daten, die zur allumfassenden Überwachung und brutalen Kriegsführung eingesetzt werden können. Sogar Karp selbst meint, dass Palantir dazu beitrage, „Amerika tödlicher zu machen“. Dennoch träumt er von einer westlichen Welt, in der die „Technokratie“ vorherrschende Staatsform ist. Als „Technofaschismus“ bezeichnen Kritiker diese Fantasien, die Palantir nun in einem fragwürdigen Manifest festhielt. „Damit sich freie und demokratische Gesellschaften durchsetzen können, bedarf es harter Macht, und harte Macht wird in diesem Jahrhundert auf Software basieren“, heißt es darin.

Die KI als „Herrscherin“ von Überwachungsstaaten und Armeen, gelenkt von einer Tech-Elite im Silicon Valley. Eine gruselige Vorstellung in einer ohnehin schon gruseligen Welt. Wie ein real gewordener Fall für Mr. Bond.

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