Moody's begründete den Schritt damit, dass sich in Frankreichs langfristige wirtschaftliche Wachstumsaussichten eingetrübt hätten. Das Land habe an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, der finanzielle Ausblick sei unsicher. Es sei auch immer weniger berechenbar, wie Frankreich künftige Schocks in der Euro-Zone verkrafte.
Regierung schiebt Schuld auf Sarkozy-Kabinett
Die sozialistische Regierung in Paris machte ihre konservativen Vorgänger unter Ex-Präsident Nicolas Sarkozy für die Herabstufung verantwortlich. Die Moody's-Entscheidung reflektiere, dass die Vorgängerregierungen zu wenig für die Haushaltssanierung und die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Wirtschaft getan hätten, kommentierte Finanzminister Pierre Moscovici (Bild).
Moody's: Angekündigte Reformen unzureichend
Das seit Mai amtierende Kabinett unter Francois Hollande habe hingegen entschlossen Reformen eingeleitet und werde dies auch weiter tun. Die französischen Staatsanleihen gehörten weiterhin zu den sichersten in der Euro-Zone, teilte Moscovici mit. Die Ratingagentur bezeichnete die angekündigten Reformen jedoch als nicht ausreichend, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen.
Ein schlechteres Rating kann die Geldbeschaffung am Kapitalmarkt erschweren und verteuern. Die Abwertung wirkt besonders schwer, weil Frankreich zu den größten Volkswirtschaften der Euro-Zone gehört. Der Euro gab nach der Herabstufung gegenüber dem US-Dollar nach, erholte sich aber kurz darauf wieder.
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