Fußball, Frühschoppen, essen, frische Luft. Es gibt Schlimmeres als Urlaub von den Nachrichten. Nach den innenpolitisch belanglosen Feiertagen ist noch der EU-Wahlkampf zu überstehen. Dann kommen gleich die Sommerferien. Darauf folgen die Nationalratswahlen und – schwuppdiwupp – steht Österreich mit einer anderen Regierung da.
Die künftige Koalition, egal, in welcher Farbkombi, wird mehr tun müssen, als durch die Krisen zu lavieren. Das könnte eine Beamtenregierung auch.
Gutes Regieren ist die Absicht, die nächsten Jahre besser zu gestalten als die Gegenwart, die wir erleben.
Gute Politik braucht zumindest den Anflug einer Idee, die begeistert. So wie die SPÖ einmal Generationen von Arbeiterkindern Selbstbewusstsein durch Bildung gab. Oder die alte ÖVP, die Österreich in die Europäische Gemeinschaft führte. Oder als die noch nicht zur Partei gepressten Grünen für die Rettung der Hainburger Au kämpften.
Derzeit verbreitet die Politik mehr üble Laune als Zuversicht. Bloß den Aufstieg der FPÖ zu beklagen ist noch kein Programm.
Mit ihrer nicht gerade taufrischen Idee von der „Leitkultur für Österreich“ war die Kanzlerpartei instinktiv auf der richtigen Spur. Bloß versenkte die ÖVP ihren Plan gleich wieder einmal selbst mit der Dampfhammermethode.
Dabei wäre es hilfreich, in Erinnerung zu rufen, was uns ausmacht und wer wir sein wollen. So würde klar werden, wo wir stehen und wohin wir gehen, um nicht irgendwohin zu stürzen.
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