Fische aus der Gurk und der Gailitz sind nach wie vor nicht für den Verzehr geeignet. Seit Jahren sind in den Flüssen die Schadstoffwerte viel zu hoch. Einen Einfluss auf die Trinkwasserqualität haben die Schwermetalle in der Gailitz und das HCBD in der Gurk jedoch nicht.
Seit Jahren werden vom Land Kärnten die beiden Flüsse Gurk und Gailitz aufgrund ihrer Nähe zu Chemie- und Metallabbaubetrieben genauestens unter die Lupe genommen. Und schon seit Jahren gilt für diese beiden Gewässer eine aufrechte Verzehrwarnung von Fischen. Zwar hätten in der Gurk ab dem Bereich der Donau Chemie die Überschreitungen der Grenzwerte für HCBD (ein krebserregendes Abfallprodukt aus der chemischen Industrie) abgenommen, aber es komme immer wieder zu saisonalen Schwankungen, die einen Verzehr der Fische nicht möglich mache, so die Ökologen des Landes: „Es müssen zumindest drei Jahre lang keine Grenzwertüberschreitungen festzustellen sein, um die Verzehrwarnung aufheben zu können.“
Die beiden Gewässer werden seit Jahren beprobt. Die Werte nehmen langsam, aber kontinuierlich ab.
aus dem Bericht des Landes
In der Gailitz wurden indessen erhöhte Werte von Schwermetallen wie Arsen, Blei und Quecksilber nachgewiesen. Gründe dafür sind das natürliche Vorkommen der Schwermetalle und deren Abbau auf italienischer Seite. Das Land steht mit italienischen Behörden im Austausch, damit alte Schutthalden im Bergbau-Gebiet Raibl abgedichtet werden. Eine Verbesserung der Wasserqualität dürfte aber noch Jahre dauern.
In beiden Flüssen ergaben die Wasserproben keine gemäß Trinkwasserverordnung bedenklichen Werte. Die Belastungen betreffen ausschließlich die Fische.
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