Minen und Blindgänger
Trümmerräumung in Gaza könnte 14 Jahre dauern
Die Beseitigung aller Trümmer und Blindgänger nach einem Ende des Krieges im Gazastreifen könnte nach Einschätzung des Minenräumdiensts der Vereinten Nationen (UNMAS) etwa 14 Jahre dauern.
Durch die Kämpfe zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas gebe es in dem dicht besiedelten Palästinensergebiet bisher schätzungsweise 37 Millionen Tonnen Schutt, so UNMAS-Vertreter Pehr Lodhammar in Genf.
Es sei zudem unmöglich, die genaue Zahl der gefundenen Blindgänger zu bestimmen.
14 Jahre Arbeit mit 100 Lkw
Unter bestimmten Bedingungen könne es jedoch 14 Jahre dauern, den Schutt einschließlich der Trümmer zerstörter Gebäude zu räumen. „Wir wissen, dass typischerweise mindestens zehn Prozent der am Boden eingesetzten Munition versagt und nicht funktioniert“, sagt Lodhammar. „Wir sprechen von 14 Jahren Arbeit mit 100 Lkw.“
Hoffnung auf mehr Hilfsgüter
Der Bau eines temporären Hafens vor der Küste des Gazastreifens geht nach US-Angaben voran – die ersten Hilfsgüter könnten schon bald über die provisorische Anlage geliefert werden. Das US-Militär hat mit den Arbeiten begonnen und ist mit Schiffen im Einsatz.
„Lage in Gaza ist unglaublich schlimm“
Gleichzeitig warnte die US-Regierung noch einmal eindringlich vor einer drohenden Hungersnot. „Die humanitäre Lage in Gaza ist unglaublich schlimm“, so eine Vertreterin der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID). Fast 30 Prozent der Kinder im Norden des Gazastreifens zeigten Anzeichen schwerer Unterernährung.
Im Süden des Gazastreifens sei fast ein Viertel der Bevölkerung mit „katastrophaler Ernährungsunsicherheit“ konfrontiert. Diese Zahlen würden in den kommenden Monaten ohne dringende lebensrettende Maßnahmen zur Bekämpfung der Unterernährung deutlich steigen.











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