Wenn die Umfragen stimmen, dürfte sich Unheil über der politischen Landschaft der Republik zusammenbrauen. Demnach würden die ins Haus stehenden Nationalratswahlen den Einzug von sieben Parteien ins Hohe Haus zeitigen. Die Kickl-FPÖ wäre mit stolzen 30 Prozent vorne, abgeschlagen die ehemaligen Großkoalitionäre SPÖ und ÖVP mit knappen 20 Prozent und dahinter die Grünen und die Neos als Kleinparteien. Flankiert allerdings auch von den Kommunisten und der Bierpartei.
EINERSEITS könnten jene, die da am vergangenen Wochenende in der Bundeshauptstadt glaubten, unsere „Demokratie verteidigen“ zu müssen, indem sie prophylaktisch gegen die Bildung einer möglichen blau-schwarzen Koalition demonstrierten, beruhigt sein: Ganze 70 Prozent der österreichischen Wähler werden den bösen „Rechtspopulisten“ der FPÖ ihre Stimme verweigern.
Vier-Parteien-Regierung schwierig
ANDERERSEITS sagen uns die Meinungsforscher, dass ohne Herbert Kickls Freiheitliche mit dem Einzug von Bierpartei und Kommunisten wohl nur noch eine Vier-Parteien-Koalition möglich wäre. Und diese wäre wegen ihrer ideologischen Unterschiedlichkeit und der schwierigen Entscheidungsfindung höchst instabil und vermutlich auch kurzlebig.
Ein Lotto-Sechser also für Herbert Kickl und die Garantie für seinen weiteren politischen Aufstieg. Eine Zweierkoalition wäre nur mit der FPÖ im Verein mit ÖVP oder SPÖ möglich.
Wenn, ja wenn die Umfragen sich bewahrheiten.
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