Zähe Verhandlungen
Wilders verzichtet (vorerst) auf den Chefsessel
Bei den festgefahrenen Koalitionsgesprächen in den Niederlanden ist der Rechtspopulist Geert Wilders vorerst bereit, auf das Ministerpräsidentenamt zu verzichten. So will der Niederländer die zähen Regierungsverhandlungen doch noch retten.
Seine Partei für die Freiheit (PVV) und drei weitere konservative Parteien prüften ein Szenario, in dem die Parteispitzen Abgeordnete bleiben würden, berichtete der Sender NOS am Mittwoch.
Wilders selbst teilte auf der Plattform X mit, er könne nur Premierminister werden, wenn „ALLE“ Parteien dies unterstützen würden. Das sei nicht der Fall. Er schrieb weiter: „Die Liebe zu meinem Land und meinen Wählern ist groß und wichtiger als meine eigene Position.“
Ein Verzicht mit Ablaufdatum
Nur, um in einem weiteren Posting nachzuschieben: „Und vergessen Sie nicht: Ich werde trotzdem Premierminister der Niederlande werden. Mit Unterstützung von noch mehr Niederländern. Wenn nicht morgen, dann übermorgen. Denn die Stimmen von Millionen Niederländern werden gehört!“
Wilders hat seit der Wahl im November keine Koalition bilden können. Er hatte im Wahlkampf angekündigt, jegliche Einwanderung zu stoppen, niederländische EU-Zahlungen zu kürzen und den Beitritt neuer Mitglieder wie etwa der Ukraine zu verhindern. Zudem lehnt er den Islam ab und will Waffenlieferungen an die Ukraine nicht fortsetzen.








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