Die Energiewende schreitet auch in Kärnten weiter voran. Die Österreichischen Bundesbahnen errichten nun bei Thalsdorf auf sechs Hektar eine Agri-Photovoltaik-Anlage. Zwischen den Modulen werden dann Schafe und Hühner weiden und den Schatten genießen.
Nicht nur die einfachen Bürger fühlen die hohen Energiekosten und suchen nach Wegen, um sich abzusichern. Auch die Österreichischen Bundesbahnen arbeiten an der eigenen Energiewende. Mit Blick auf die Burg Hochosterwitz errichten sie jetzt bei Thalsdorf auf sechs Hektar eine Agri-Photovoltaik-Anlage. Agri-PV: das ist die gemeinsame Nutzung von Flächen für Landwirtschaft und Sonnenstrom.
Hühner und Schafe als Mitnutzer
„Wir sind gerne Vorreiter in Sachen Grünstrom und Mobilität“, erklärt ÖBB-Infrastruktur AG Vorstand Johann Pluy. „Mit dieser innovativen Anlage in Thalsdorf steigern wir nicht nur unsere Eigenproduktion von grünem Bahnstrom, wir schaffen auch eine Doppelnutzung für die Umwelt und Landwirtschaft.“ Zwischen den PV-Modulen sollen nämlich rund 6000 Hühner und 60 Schafe weiden und im Sommer Schatten finden.
Blühstreifen und keine Versiegelung
Zusätzlich sollen Bäume gesetzt und Blühstreifen mit regionalem Saatgut bepflanzt werden. Bis Ende des Jahres soll die PV-Anlage dann in Betrieb gehen und jährlich rund 15 Gigawattstunden Strom produzieren - das entspricht 3800 Fahrten mit dem Railjet von Salzburg nach Wien. Der Strom wird direkt in die Oberleitung eingespeist. „Mithilfe der verwendeten Rammfundamente ist die Versickerungsfähigkeit des Bodens gewährleistet“, versprechen die ÖBB. „Die Anlage kann nach Ablauf ihrer technischen Lebensdauer rückstandsfrei abgebaut werden.“
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