Das Riesenmodell des Stephansdoms ist im Wien Museum angekommen und wird dort ab 6. Dezember so zu sehen sein wie nie zuvor. Die Ankunft des gewaltigen Modells markiert für das Museum den Beginn des Endspurts bis zur Eröffnung.
Der Countdown läuft: In einem Monat eröffnet das runderneuerte Wien Museum. Mit der Ankunft des gewaltigen Modells (Höhe: 5,5 Meter!) des Stephansdoms hat das letzte der spektakulären Großobjekte in der Museumshalle seinen Platz bezogen und wartet nun neben Praterwal „Poldi“, den Originalfiguren des Donner-Brunnens und der Bürgermeister-Kutsche aus dem Jahr 1853 auf die Museumsbesucher.
Modell mit wechselhafter Geschichte
Das Modell ist selbst Teil der Geschichte: Der deutsche „königliche Hof-Modelleur“ Carl Schropp baute daran von 1860 bis 1869, ausschließlich zu seinem Privatvergnügen. Seinen Weg nach Wien fand das Modell erst 1904 als Geschenk zum 60. Geburtstag von Bürgermeister Karl Lueger. Jahrzehntelang verstaubte es in Depots. Zuletzt war es bei Spezialführungen auf dem Dachboden des - echten - Stephansdoms zu sehen.
Das Modell zeigt einen Stephansdom, den es so nie gegeben hat: Schropp war, seiner Zeit gemäß, vom Gedanken beseelt, den Dom wieder in einen „gotischen“ Zustand zurückzubauen und alles zu entfernen, was in späteren Jahren zugebaut und hinzugefügt wurde. Erkennbar ist das vor allem im Innenraum, den Schropp ebenfalls detailreich ausgestaltete. Im Wien Museum wird man erstmals per Periskop auch einen Blick in das Innere des Modells werfen können.
(Fast) alle bisherigen Glanzstücke wieder da
Die meisten anderen Exponate sind schon an ihrem Platz, im ganzen Haus wird am Feinschliff der Präsentation gearbeitet. Die neue Dauerausstellung zeigt Vertrautes und ebenso Dinge, für die bisher keine Schaufläche zur Verfügung stand, in frischer Optik und gemäß moderner Museumsdidaktik. Auch im neuen Bau ist der Platz allerdings beschränkt: Von der Grillparzer-Wohnung des alten Museums, inklusive Haustür, einem Gang voller Bücherschränke und mehr bleibt im neuen Museum nur noch ein Raum übrig.
Das neue Museum öffnet am 6. Dezember mit einem „Abend der offenen Tür“ von 20 Uhr bis Mitternacht. Ab dem 7. Dezember rechnet man mit einem Publikumsansturm, auch weil der Besuch der Dauerausstellung nun gratis ist. Die Karten sollte man deshalb online reservieren. Das wird ab 27. November möglich sein, heißt es seitens des Museums.
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