Hohen Besuch gab es im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel. Die Generalsekretärin der Ramsar-Konvention, Musonda Mumba, besichtigte mit Landesrat Dorner den Nationalpark.
Anlass dafür war der 12. April 1983. Da nämlich unterzeichnete Österreich seinen Beitritt zurRamsar-Konvention und ist damit bereits seit 40 Jahren Teil des internationalen Abkommens zum Schutz von Feuchtgebieten.
Weltweit gibt es 2500 Feuchtgebiete, etwa die Hälfte davon liegt in Europa. Eines davon ist der Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel mit seinen Lacken. „Es ist für uns eine große Ehre die Generalsekretärin der Ramsar-Konventionen begrüßen zu dürfen, da wir dasselbe Anliegen haben“, so Landesrat Heinrich Dorner und Nationalparkdirektor Johannes Ehrenfeldner. „Nämlich unsere Feuchtgebiete zu schützen und zu erhalten.“
Für Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner unterstreicht der Besuch der RAMSAR-Generalsekretärin im Nationalpark Illmitz den hohen Stellenwert, den der Naturraum Seewinkel/Neusiedler See auch international hat: „Wir haben immer gesagt, dass der Erhalt dieses Naturjuwels für uns oberste Priorität hat. Ein Austrocknen des Sees, wie von manchen Seiten propagiert, hätte schwerwiegende negative Folgen und würde auch ein Ende der einzigartigen Feuchtgebiete bedeuten. Deshalb werden wir die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur langfristigen Absicherung des Naturraums mit Nachdruck vorantreiben und arbeiten intensiv an weiteren Lösungen“, betonte der Landesrat.
Wichtige Lebensräume
Sie sind wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen und Hotspots der Artenvielfalt. Zudem spielen sie eine bedeutende Rolle für den Wasserhaushalt, Trinkwasser sowie den Klimaschutz. Das Ramsar-Gebiet im Nationalpark Neusiedler See erstreckt sich über eine Fläche von rund 60 Quadratkilometern und besteht – wie der Nationalpark selbst – aus einem österreichischen und einem ungarischen Teilgebiet. Eine grenzüberschreitende Exkursion – zuerst besuchte man die Zicklacke in Illmitz, die noch immer Wasser führt, dann überquerte man die Grenze – verdeutlichte der internationalen Delegation nicht nur die über Jahrzehnte bewährte, vorbildliche, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, sondern bot vor allem die Möglichkeit eines fachlich-informativen Austauschs mit den österreichischen und ungarischen Ramsar-Verantwortlichen.
Denn die künftigen Herausforderungen - wie Klimawandel, Verlust der Artenvielfalt und eine nicht mehr zeitgemäße Landwirtschaft – sind groß. Dass hier beide Länder reagieren müssen, war man sich einig.
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