"Wir stehen hier alle unter Schock", erzählt der Manager der Pension in Wien-Neubau. "Unser Gast kam am Mittwoch mit einem Kollegen aus Kärnten an. Sie wollten bei der Ferienmesse einen Stand betreuen und dort ihre Hotels am Millstätter See präsentieren. Dann gingen die beiden zum Abendessen." Kurz nach der Rückkehr, gegen 4 Uhr früh, kam es zu dem Unglück.
Absperrung gab nach
Der Radentheiner BZÖ-Gemeinderat und Tourismusobmann dürfte in seinem Zimmer im fünften Stock der Unterkunft das Fenster geöffnet und sich gegen die Absperrung gelehnt haben. Diese löste sich aus der Verankerung. T. stürzte mitsamt den Eisenverstrebungen in die Tiefe. Er war sofort tot.
Eine Mitarbeiterin (Bild) fand schließlich den Toten im Innenhof. Die Angehörigen stehen unter Schock.
Metallverstrebungen laut Baupolizei "nicht ausreichend"
Die Baupolizei, die nun auf eventuelle Fahrlässigkeit prüft, hat nach einer ersten Untersuchung am Unfallort sämtliche Metallverstrebungen als "aus unserer Sicht nicht ausreichend" bewertet. Wie Leiter Gerhard Cech berichtete, seien die Metallgitter vor den französischen Fenstern "nur sehr schwach befestigt gewesen, mit kleinen Schrauben".
Laut Baupolizei müssen die Hotelbetreiber nun sämtliche Metallverstrebungen verstärken. Ob es sich um Fahrlässigkeit handelt, wollte Cech nicht kommentieren: "Die Schuldfrage klärt das Gericht, nicht wir."
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