Bundes-SPÖ macht Druck

Verlust droht: Schutzklausel für Pension gefordert

Politik
23.07.2023 06:10
Porträt von Kronen Zeitung
Von Kronen Zeitung

Die SPÖ fordert eine Schutzklausel für jene, die 2024 oder 2025 in Pension gehen. Wegen einer Lücke zwischen Inflation und Aufwertung der Pensionsbeiträge droht ein Verlust von mehr als acht Prozent.

Die „Krone“ hat über die Ungerechtigkeit schon mehrfach berichtet. Der neue SPÖ-Chef Andreas Babler baut nun erneut Druck auf. Die SPÖ fordert eine Schutzklausel für jene, die 2024 oder 2025 in Pension gehen. Denn auf diese Gruppe wartet eine große Ungerechtigkeit.

Grafik: Wer 2024 oder 2025 in Pension geht, schaut durch die Finger

Ein Beispiel gefällig? Zwei Kolleginnen mit demselben Gehalt gehen in Pension. Die eine hat schon am 1. Dezember 2023 die benötigten Monate beisammen, die andere einen Monat später im Jänner 2024. Die Kollegin, die erst im Jänner Rentnerin wird, bekommt aber um mehr als sechs Prozent weniger Pension.

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Das Problem ist sofort lösbar. Wir werden im Sommer einen entsprechenden Antrag einbringen. Wer da nicht zustimmt, macht sich schuldig an einem massiven Pensionsraub an 300.000 Menschen.

SPÖ-Bundesparteichef Andreas Babler

Rund 140 Euro weniger Pension im Monat
Warum? Jene, die noch 2023 in Pension gehen, bekommen mit 1. Jänner 2024 die volle Pensionserhöhung für das heurige Jahr von 9,5 Prozent. Jene, die erst ein paar Wochen später den Ruhestand antreten, bekommen ihr Pensionsguthaben nur um 3,5 Prozent aufgewertet.

Die Guthabenerhöhungen orientieren sich an den Einkommenserhöhungen aus dem Jahr 2021 und nicht an den aktuell hohen Lohnabschlüssen - davon profitieren erst jene, die 2026 in Pension gehen. Die Pensionsjahrgänge 2024 und 2025 schauen also durch die Finger. Sie bekommen um mehr als acht Prozent (Antritt 2024) oder mehr als fünf Prozent (Antritt 2025) weniger Pension. Rund 140 Euro verliert ein Pensionist pro Monat bei einer Pension von 1600 Euro.

Während das grüne Sozialministerium mit einer Expertenrunde noch überlegt, wie man diese Ungerechtigkeit beheben könnte, schlägt die SPÖ eine Schutzklausel vor, die die Pensionsansprüche für 2023 mit 5,6 Prozent und 2024 mit 9,5 Prozent aufwertet.

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