Wer kennt sie nicht,
diese beginnende Dämmerung;
es ist noch Tag,
der Abend jedoch kündigt sich schon an.
Die Tage werden kürzer.
Es erscheint dann
alles in einem durchscheinenden Licht,
teurem Porzellan gleich.
Wenn man dann auch noch das Glück hat,
von einer Terrasse über das Meer bis
zum Horizont blicken zu können, kann man das
zarte Rosa der hinter den Wolken versinkenden
Sonne in sich aufnehmen und träumen.
An den Rändern der Wolken setzt sich diese zarte
Farbe ab und wenn man es will, verheißt sie
Zartheit, Stille und Bereitschaft seinen Gefühlen
Platz geben zu dürfen. Es scheint, als würde der
Herbst die Abende verlängern.
Es sind nur einige Momente, vielleicht Minuten die bei
halb geschlossenen Augen auch zu Stunden werden
können, in denen wir uns diesen Eindrücken
hingeben.
Mancher wird in diesen Momenten aufstehen und Licht machen,
da er weiß, dass es in Kürze zu dunkel wird, um seine
Tätigkeit fortzusetzen. Andere wieder lassen die
Arme in den Schoß fallen und genießen bewusst
diese wenigen Augenblicke, ziehen nur die Decke
weiter herauf, über das Knie.
Es ist schön, dass die Tage nicht abrupt enden
und dann sofort in die Nacht übergehen. Es ist, als wollte
der Tag noch einmal Atem holen um dann mit einem
Seufzer die Augen zu schließen.
Die herbstliche Dämmerung vermittelt uns
deshalb angenehme Gefühle.
So meint es eben die Natur gut mit uns
und lässt die Nacht nur langsam über uns zusammen schlagen.








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