Rot wie Blut die Rieden strahlen
in der Sonne tiefem Schein,
köstlich prangen dunkle Trauben,
teils zum Essen, teils für Wein!
Am Abend, wenn der Hang vernebelt,
sind die Trauben schon gerebelt
und in der Fässer dunklem Raum,
vergärt der Most und bildet Schaum.
Kurz nur währt die bunte Zeit,
die Bäume sind vom Laub befreit,
sogar die Fässer wurden runder,
der Klerus spricht von einem Wunder!
Stürmisch wie des Nordens Brise,
gebärdet sich der Sturm im Glas,
so manchem Zecher ward beschieden,
eine kühle Nacht im Gras.
Es weicht die Klarheit der Gedanken,
und der Mensch beginnt zu schwanken,
der Zustand er wird immer schlimmer,
denn nun kreist sogar das Zimmer!
Trüb der Blick, das Antlitz blass,
oje, oje, wo bleibt der Spaß?
Von der Bank stürzt ab der Zecher,
der schlaffen Hand entfällt der Becher.
Nun liegt er da im Mondenschein
und süße Träume hüll'n ihn ein
Da ruft ihm eine Stimme zu:
Es ist Herbst, gib endlich Ruh!








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