Laut Statistik stieg das Einkommen von Bauern um 20 Prozent. Zu Krisengewinnern wollen sie sich aber nicht abstempeln lassen.
Rund um den Lebensmittel-Gipfel im Sozialministerium am Montag liegen die Nerven blank. Keiner will sich für die Kostenexplosion der vergangenen Monate den Schwarzen Peter zuschieben lassen, schon gar nicht die Landwirte.
Die können laut Schätzung der Statistik Austria zwar ein Einkommensplus von fast einem Fünftel (exakt 19,6 Prozent) für sich verbuchen, „das lasse aber nicht den Schluss zu, dass die österreichischen Bauernfamilien Krisengewinner seien“, so Bauernbund-Präsident Georg Strasser. Bei den einzelnen Lebensmittelpreisen sei der Anteil der Landwirte zudem verschwindend gering.
„Seit Jahrzehnten steigen die Einkommen unselbstständiger Erwerbstätiger an, in unserer Branche gibt es keine jährliche Anpassung“, so Strasser. Das Einkommensniveau der Landwirte befinde sich auf dem Niveau von 2011, während die Kaufkraft je Einwohner kontinuierlich gestiegen ist.
Mit den hohen Energiekosten haben zweifelsfrei auch die Bauern zu kämpfen, dazu sind auch die Preise für Dünger explodiert. Dies müsse mit den steigenden Erzeugerpreisen aufgewogen werden, so Strasser.
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