Er gibt sich als Ermittler in einem aktuellen Kriminalfall aus, hat es aber nur auf Bargeld und kostbaren Schmuck abgesehen. Gewarnt wird vor einem „Chefinspektor“, der im Burgenland reiche Beute machen will.
„Hallo, hier spricht die Kriminalpolizei! Aufgrund weitreichender Nachforschungen konnten wir erst vor Kurzem vier Mitglieder einer berüchtigten Einbrecherbande verhaften. In den geheimen Aufzeichnungen, die wir bei der Hausdurchsuchung im Versteck der Täter gefunden haben, sind wir unter anderem auf Ihre Wohnadresse samt Ihren persönlichen Daten gestoßen.“ Diese (Lügen-)Geschichte tischte der angebliche Chefinspektor Reinhold Eger einem Ehepaar bei einem Telefonat auf. Der Anruf ist in der Mittagszeit über das Festnetz erfolgt.
Täter redegewandt
„Der unbekannte Mann, der sich als Kriminalbeamter vorgestellt hatte, sprach einwandfreies Deutsch“, sagt das Ehepaar. Laut dem vermeintlichen Ermittler seien drei Komplizen der Bande noch immer auf freiem Fuß. „Trotz laufender Fahndung konnten wir die gesuchten Einbrecher bislang nicht erwischen. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten“, redete der „Chefinspektor“ auf seine überraschten Gesprächspartner ein.
„Geld wird geholt“
Aus Sicherheitsgründen sollte die Familie das gesamte Bargeld, das sich in ihrem Haus befindet, und sämtliche wertvollen Schmuckstücke zur Abholung bereitlegen. „Wir werden Ihren kostbaren Besitz in Gewahrsam nehmen, damit jegliches Risiko eines Diebstahls ausgeschlossen werden kann“, gaukelte „Chefinspektor“ Reinhold Eger seinen potenziellen Opfern mit freundlichen Worten vor.
Kein Vertrauen
Das Ehepaar war jedoch sofort misstrauisch und wollte sich auf keine zweifelhafte Vereinbarung einlassen. Das Telefonat wurde beendet. Doch nur wenige Minuten später läutete es erneut. Diesmal war nicht „Eger“ in der Leitung, sondern ein „Kollege" meldete sich. Nun legte der Hausherr sofort auf. Danach blieb das Telefon ruhig.
Gute Tipps
Derzeit häufen sich kriminelle Fälle dieser Art. „Keine persönlichen Daten verraten und keinesfalls Geld oder Schmuck aus der Hand geben! Am sichersten ist, das Telefonat umgehend abzubrechen und die Polizei zu verständigen“, so der Ratschlag der echten Ermittler. Zumindest im Fall des Ehepaares ist kein finanzieller Schaden entstanden.
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