Wenn am Dienstag im großen Schwurgerichtssaal des Salzburger Landesgerichts ein Urteil gesprochen wird, geht es für einen 34-jährigen Österreicher mit türkischen Wurzeln um alles. Der Mann wurde am 6. April 2022 wegen dringenden Mordverdachts festgenommen. Zuvor fanden Polizisten einen langjährigen Freund (33) des Mannes tot in einem Mehrparteienhaus in Salzburg-Parsch. Die „Krone“ berichtet aus dem Salzburger Landesgericht.
Von besonderem Interesse wird am Dienstag sein, ob und inwiefern sich der 34-Jährige zur Tat äußern wird. Im Ermittlungsverfahren hat er - bis auf einige Sätze in den Stunden nach der Tat - beharrlich geschwiegen. Sollten die acht Geschworenen zu einem Schuldspruch kommen, wäre ein Geständnis der wesentlichste Milderungsgrund.
Lebenslange Haft?
Eine reumütige Verantwortung könnte dem Mann unter Umständen sogar eine lebenslange Haft ersparen. Verteidigt wird der mutmaßliche Mörder von Rechtsanwalt Kurt Jelinek.
In ihrem Gutachten kam Gerichtspsychiaterin Gabriele Wörgötter zu dem Schluss, dass der Mann zur Tatzeit zwar unter Drogen stand, aber zurechnungsfähig war. Eine Einweisung in eine Anstalt hält sie nicht für indiziert.
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