Wiens Ärzte haben genug von Patienten, die nicht zu Terminen erscheinen. Sogar der Vorstoß der Ärztekammer für Storno-Gebühren geht ihnen nicht weit genug. Sorglose Patienten sollen bald zur Kasse gebeten werden. Wir haben bei den Verantwortlichen nachgefragt.
Allein das Wort „Storno-Gebühren“ für Patienten, die Termine unentschuldigt verfallen lassen, reizt Erik Randall Huber. „Wir sind ja keine Reisebüros“, ärgert sich der Obmann der niedergelassenen Ärzte in Wien: Einen Arzt umsonst in der Ordination warten zu lassen, habe nichts mit einem Storno zu tun, sondern mit Schaden, der den Ärzten - und anderen Patienten - entsteht. Das Problem brennt den Ärzten zusehends unter den Fingernägeln. Manche Ordinationen berichten von bis zu 15 Prozent Ausfällen. Besonders undiszipliniert sind Patienten laut Huber bei Nachsorgeterminen - und tauchen dann oft mit Problemen auf, weil sie genau diese Termine haben sausen lassen.
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