Etwa 60 Teilnehmer
Biontech forscht jetzt an Malaria-Impfstoff
Das deutsche Pharmaunternehmen Biontech hat eine Studie für einen Malaria-Impfstoff begonnen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass im Vorjahr weltweit ungefähr 619.000 Menschen an Malaria starben. Die meisten Erkrankungen und Todesfälle werden auf dem Kontinent Afrika registriert.
„Der Beginn dieser Studie ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg, einen Beitrag zur Bekämpfung von Krankheiten mit hohem medizinischen Bedarf zu leisten“, sagte Medizin-Vorstand und Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci. Ziel sei es, einen mRNA-basierten Impfstoff zu entwickeln, der dazu beitragen könne, Malaria zu verhindern und die Sterblichkeit zu senken. Laut WHO starben 2021 weltweit 619.000 Menschen an Malaria, das waren etwas weniger als im Jahr davor. Rund 95 Prozent der Erkrankungen und Todesfälle wurden in Afrika registriert.
Aktueller Impfstoff wirkt nur zu 30 Prozent
Im Detail plant das Unternehmen, den Vakzinkandidaten in drei verschiedenen Dosisstufen zu untersuchen. Die Phase-1-Studie soll etwa 60 gesunde Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohne vorherige oder aktuelle Malariainfektion in den USA einschließen. Weltweit arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten an einem Vakzin gegen Malaria. Bisher gibt es einen einzigen Impfstoff, Mosquirix von GlaxoSmithKline (GSK). Dieser ist das Ergebnis jahrelanger klinischer Studien, kommt aber trotzdem nur auf einen Wirkungsgrad von 30 Prozent.
Im Fall einer Zulassung könnte der neue Impfstoff gegen Malaria voraussichtlich ab 2024 hergestellt werden. Biontech baut derzeit eine Produktionsstätte für mRNA-Impfstoffe in Ruanda. Ab 2024 könnten dort wohl auch der Covid-19-Impfstoff und potenziell ein Impfstoff gegen Tuberkulose hergestellt werden.
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