Im Burgenland zählt der Job mittlerweile zu den Mangelberufen. Die Gründe dafür sind laut den Versicherungs-Unternehmen aber vielschichtig.
Jedes Jahr gibt das Arbeits- und Wirtschaftsministerium eine Liste mit Mangelberufen heraus. Bundesweit zähen etwa Elektromechaniker, Diplomingenieure für das Bauwesen oder nicht diplomiertes Krankenpflegepersonal dazu. Firmen können dann einfacher Leute aus Nicht-EU-Staaten über die Rot-Weiß-Rot-Karte anwerben. Auf der regionalen Liste für das Burgenland findet sich zusätzlich noch ein Beruf – die Versicherungsvermittler und -vertreter.
„Umfangreiche Ausbildung, hohe Flexibilität gefragt“
Für Uniqua-Landesdirektor Herbert Kaiser hängt das mit mehreren Faktoren zusammen. „Die Ausbildung ist sehr umfangreich und es ist hohe Flexibilität gefragt.“ Mit der freien Zeiteinteilung müsse ein Mitarbeiter erst umgehen können. Das Anfangsgehalt sei niedriger als in anderen Branchen. „Später kann es aber deutlich über dem Durchschnitt liegen“, so Kaiser. Man versuche mit Lehrlingen und älteren Mitarbeitern als Mentoren gegenzusteuern.
Der Landesdirektor der Wiener Städtischen, Gerold Stagl, bestätigt, dass es nicht immer einfach ist, neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Gute Kundenbetreuung sei mitunter auch herausfordernd. „Letztlich haben wir bis jetzt aber immer genügend junge Mitarbeiter gefunden“, meint Stagl. Beide Landesdirektoren sind aber auch einig, dass der mögliche leichtere Zugang zur Rot-Weiß-Rot-Karte kaum Abhilfe schaffen wird.
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