Noch einmal wurden im Rahmen der Ermittlungen die wilden Szenen einer Beziehung rekonstruiert. Nach den Geschehnissen ist nun die Justiz am Zug.
Im Bus der Justizwache saß die Beschuldigte, als sie am Donnerstag aus ihrer Arrestzelle in Eisenstadt in eine 1460-Einwohner-Gemeinde im Bezirk Güssing gebracht wurde.
Zurück in Wohnung
Ein Dutzend Vertreter, unter anderem der Staatsanwaltschaft und des Gewaltschutzzentrums sowie ihr Verteidiger, warteten vor einem Mehrparteienhaus. Gegen 9.30 Uhr traf die inhaftierte 50-Jährige ein. Flankiert von Beamten betrat sie jene Wohnung, in der am Abend des 23. November ein Streit mit ihrem Lebensgefährten eskaliert war.
Wie berichtet, soll sich die damals stark alkoholisierte Frau ein Fleischbeil geschnappt haben, um damit den Mann zu attackieren. Laut Polizeiprotokoll soll sie auch mit einem Küchenmesser auf ihn losgegangen sein.
Mit Fleischgabel angegriffen
Als die Angreiferin noch mehr in Rage geriet, habe sie zu einer Fleischgabel gegriffen und auf die Brust ihres Lebensgefährten eingestochen, wie die Ermittlungen ergaben. Schnittverletzungen hatten beide erlitten. Die 50-Jährige wurde im Spital behandelt, der Mann kam - wie durch ein Wunder - mit leichten Blessuren davon.
Lokalaugenschein am Tatort
Jetzt wurde der dramatische Vorfall am Tatort rekonstruiert. Fast zwei Stunden lang dauerte der Lokalaugenschein. Zum Glück sei die Fleischgabel-Attacke der 50-Jährigen glimpflich ausgegangen.
Hätte sie fest zugestochen, dann wäre es wirklich schlimm gewesen.
Opfer vor Ort
Keine Beziehung mehr
Drei gröbere Auseinandersetzungen habe es in der Partnerschaft gegeben. Auf die Frage, ob er sich eine Fortführung der Beziehung nach dem Eklat vorstellen könne, antwortete der Lebensgefährte: „Sicher nicht! Nun ist Schluss!“
Anruf zum Tatzeitpunkt
Mit Entsetzen erinnert sich die Mutter des Mannes an den folgenschweren Konflikt. Die Täterin hatte sie während des Streits angerufen. Die Mutter des 34-Jährigen hatte via Handy sogar zugehört, als die 50-Jährige lauthals drohte, ihren Sohn abzustechen. Sie hat die Polizei gerufen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.