Einkäufe ohne Auto vor der Haustür sollen in Zukunft den Alltag bestimmen. Die Lebensqualität solle steigen, die Beschaffung von Lebensmitteln mit Öffis, dem Rad oder zu Fuß möglich sein.
Die Politik besinnt sich auf alte Werte. Supermärkte und Einkaufszentren am Rande einer Gemeinde zerstörten nach Ansicht viele Bewohner zunehmend die Ortskerne. Der Klimawandel drängt Raumplaner nun zur Kehrtwende. Standorte sollen künftig nur im Zentrum erlaubt sein.
Ab 80 Quadratmetern
Vorgesehen ist die neue Regelung ab 80 Quadratmeter Verkaufsfläche, 500 Quadratmeter sind die Obergrenze – bisher waren 800 Quadratmeter. Auf diese Maximalgröße darf ein bestehender Supermarkt nur dann ausgebaut werden, wenn die Nahversorgung in einem anderen Ort gesichert wird.
Wir wollen mit dem neuen Konzept und begleitenden Maßnahmen die Bodenversiegelung stark eindämmen, dem Klimawandel entgegensteuern und die Ortszentren attraktiv gestalten.
Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (SPÖ)
Zwei Geschoße
Neue Gestaltungskriterien betreffen sowohl Supermärkte als auch Einkaufs- und Fachmarktzentren. Bei Neu- oder Umbauten mit einer Vergrößerung der Verkaufsfläche sind mindestens zwei Geschoße zu errichten.
Bei der Verkehrsorganisation und der Schaffung von Parkplätzen ist laut Landesrat Heinrich Dorner besonders auf den Klimaschutz zu achten. Genau zu berücksichtigen sind diese Punkte:
Fotovoltaik am Dach
Ebenfalls forciert werde der Einsatz erneuerbarer Energien, denn die Dachflächen sind mit Ausnahme der technisch bedingten Zonen zu begrünen oder mit Fotovoltaik auszustatten.
Die Grünen sehen die Gesetzesnovelle, die morgen in die Begutachtung gehen soll, als „schönen Erfolg“ für die eigenen Ideen, Freiheitliche prangern die Maßnahmen als „ideologische Planspiele aus einer DDR-Mottenkiste“ an.
Kritik von ÖVP
„Die geplante Novelle ist ein Anschlag auf die heimischen Nahversorger. Künftig wird es damit noch schwerer, sie in eine Gemeinde zu bringen“, kritisiert die ÖVP.
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