Spannung nimmt zu

Lautes Säbelrasseln auf der koreanischen Halbinsel

Politik
25.10.2022 06:00

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un spielt wieder mit dem Atomknopf. „Zwischenfälle“ mit dem Süden häufen sich. Ein Lokalaugenschein.

Montagfrüh kam es erneut zu „Warnschüssen“ in Südkorea, weil ein nordkoreanisches Handelsschiff die Seegrenze überquerte. Es drehte um, dafür feuerte Nordkoreas Artillerie ihrerseits zehn Warnschüsse ab.

Häufige Zwischenfälle mit beunruhigender Wirkung
Aber es sind nicht nur die zuletzt häufigen Zwischenfälle wie dieser, die beunruhigend wirkten: Vor wenigen Wochen hat Nordkoreas Diktator Kim Jong-un per Gesetz seine „Nukleardoktrin“ geändert. Bisher war sie auf Verteidigung beschränkt. Jetzt schließt sie theoretisch einen Erstschlag nicht mehr aus.

Südkoreas Außenminister Park Yin zeigte sich im Gespräch mit seinem Amtskollegen Alexander Schallenberg besorgt. Man fürchtet, dass Nordkorea demnächst einen neuen (siebenten) Atomtest wagt. Im Schatten des Ukrainekrieges und der zunehmend feindlichen Rhetorik von China gegenüber Taiwan fühlt sich Kim möglicherweise dazu ermutigt, mit dem Atomknopf zu spielen.

Nordkorea liefert Russen Raketen für Ukraine-Krieg
Schallenberg betonte, dass Österreich sich international vehement für die „Denuklearisierung“ der koreanischen Halbinsel einsetze. Doch das ultra-kommunistische Regime im Norden sitzt fest im Sattel. Es liefert den Russen sogar Artilleriegranaten und Raketen für den Ukraine-Krieg, weil Putin der Nachschub im eigenen Land ausgeht.

Beim letzten Besuch von Südkoreas Präsident Ban Ki Moon in Wien 2021 haben die beiden Länder eine „strategische Partnerschaft“ beschlossen. Sein Land ist unser drittgrößter Handelspartner in Fernost, auch viele Touristen aus Südkorea besuchten vor der Pandemie Österreich. Da gibt es Aufholpotenzial, weil Korea vor Kurzem endlich die Covid-Beschränkungen weitgehend aufgehoben hat.

Treffen mit Österreich-Fan Ban Ki Moon
Schallenberg traf in Seoul auch den früheren UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon (bis 2016). Als pensionierter Politiker widmet sich der mittlerweile 78-jährige Österreich-Fan (er war viele Jahre Südkoreas Botschafter in Wien) ganz der von ihm initiierten „Global Green Growth“-Initiative, die Entwicklungsländern hilft, auf erneuerbare Energien umzusteigen.

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