Eine Spekulation jagt die andere, ein Name folgt auf den nächsten, die Medien überbieten einander mit angeblichen Insiderinformationen - in Rom dreht sich das Personalkarussell. Wer wird Minister in der neuen Regierung, lautet die spannende Frage. „Totoministri“ nennen das die Italiener.
Wahlsiegerin Georgia Meloni von den postfaschistischen Fratelli d’Italia ist sichtlich bemüht, eine professionelle Truppe aufzustellen, die auch in Brüssel ankommt, erhält Italien doch noch 200 Milliarden Euro aus dem Corona-Wiederaufbaufonds. Das zu gefährden, käme in Italien nicht gut an.
Ohne Experten oder Technokraten im Kabinett wird sich das bei der sehr dünnen Personaldecke speziell bei den Fratelli d’Italia kaum ausgehen. Das hat Meloni schon erkannt. Sie habe seit Tagen kaum geschlafen, sagt sie.
Der Fahrplan ist aber klar: Am Donnerstag ist das neue gewählte italienische Parlament zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten, am Freitag wurden die Präsidenten der beiden Häuser gewählt, und am kommenden Montag wird Staatspräsident Sergio Matarella die Konsultationen mit den Parteien zur Bildung einer neuen Regierung aufnehmen.
Dann sollte es eigentlich relativ schnell gehen. Schon in einigen Tagen könnte Wahlsiegerin Giorga Meloni ihre neue Regierung vorstellen. Übersteht diese dann die Vertrauensabstimmung im Parlament, zieht erstmals eine Frau an der Spitze einer Regierung in den Palazzo Chigi im Zentrum von Rom ein.
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