Mehr als 1100 Musikerinnen und Musiker haben jetzt einen Boykott des Song Contest in Wien gefordert. Grund ist die Teilnahme Israels am Wettbewerb. Für den 16. Mai wurde eine Großdemonstration in der Bundeshauptstadt angemeldet.
Zu den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern des Aufrufs zählen unter anderem Pink-Floyd-Mitgründer Roger Waters, die britische Band Massive Attack, der US-Rapper Macklemore und die Rockband Sigur Rós. Einige von ihnen unterstützen den Aufruf mit dem Titel „No Music For Genocide“ bereits seit Jahren. Gegen einen der Kneecap-Musiker ermittelte die britische Justiz bereits wegen Terrorvorwürfen, weil er sich bei einem Konzert in eine Fahne der libanesischen Hisbollah-Miliz gehüllt hatte.
Gemeinsam fordern die Musikerinnen und Musiker jetzt einen Ausschluss des israelischen Fernsehsenders Kan vom Eurovision Song Contest (ESC), da sich dieser „an den von Israel begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit mitschuldig gemacht“ habe. Die Veranstaltung werde zudem dazu genutzt, „den Völkermord, die Belagerung und die brutale militärische Besatzung“ des Gazastreifens durch Israel „reinzuwaschen und zu normalisieren“.
Für den Tag des Finales am 16. Mai ist in Wien eine Großdemonstration angemeldet worden. Die Route wird vom Christian Broder Platz in Wien-Mariahilf über den Gürtel zur Hütteldorfer Straße und zur Schlusskundgebung im Vogelweidpark vor der Stadthalle führen. Bereits am Vortag treten Künstlerinnen und Künstler in der Venediger Au beim „Song Protest“ auf. Darunter ist etwa Musiker Dinis Mota, der als portugiesischer Beitrag gehandelt wurde, aber bereits im Vorfeld angab, wegen der Teilnahme Israels nicht beim ESC antreten zu wollen.
In diesem Jahr boykottieren die Länder Niederlande, Spanien, Irland, Slowenien und Island wegen der Teilnahme Israels den ESC. Damit werden im Mai Sendeanstalten aus 35 Ländern Beiträge schicken.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.