Eine klare Sache war die Bundespräsidentenwahl im Burgenland: Amtsinhaber Alexander Van der Bellen erreicht beim vorläufigen Endergebnis (ohne Briefwahl) mit 51,9% eine klare Mehrheit. Außerdem liegt er in allen Gemeinden auf dem ersten Platz. Dahinter folgen Walter Rosenkranz (17,9%), Tassilo Wallentin (11,9%), Dominik Wlazny (9,2%), Gerald Grosz (6,5%), Michael Brunner (1,7%) und Heinrich Staudinger (1,0%).
Die größte Zustimmung erzielte der amtierende Bundespräsident in Großmürbisch (73,1%), Zemendorf-Stöttera (66,8%) und Stinatz (64,3%). Am anderen Ende der Skala lagen Inzenhof mit 34,2%, Königsdorf 35,6% und Andau mit 38,2%. Aber auch dort lag Van Der Bellen noch vor allen anderen Kandidaten.
Die „Hochburgen“ der anderen Berwerber: Walter Rosenkranz erzielte sein bestes Ergebnis in Jennersdorf (30,1%), Tassilo Wallentin in Badersdorf (25,2%), Dominik Wlazny in Pamhagen (13,5%), Gerald Grosz in Kleinmürbisch (13,1%), Michael Brunner in Krensdorf (4,5%) und Heinrich Staudinger in Tschanigraben (3,1%).
Parteien zeigen sich mit dem Ergebnis zufrieden
Unterschiedlich fielen die Reaktionen auf Landesebene aus: „Es ist wichtig, dass es keine Stichwahl gibt, weil es die ganze Aufmerksamkeit zur Bewältigung der Krisen braucht“, meinte SPÖ-Landesgeschäftsführer Roland Fürst. Die Österreicher hätten sich für Stabilität und Sicherheit entschieden.
Gratulationen für Van der Bellen gab es auch von ÖVP-Landesobmann Christian Sagartz: „Die Erwartungen an seine zweite Amtszeit sind hoch: Ein überparteilicher und erfahrener Amtsträger ist wichtiger denn je“.
Von „einem lachenden und einem weinenden Auge“ sprach FPÖ-Landesobmann Alexander Petschnig. Man hätte zwar gerne eine Stichwahl gehabt, allerdings habe Walter Rosenkranz für die Freiheitlichen ein herzeigbares Ergebnis erzielt. „Es ist ein zufriedenstellender Wahltag“, so Petschnig.
Hocherfreut zeigten sich hingegen die Grünen: „Alexander van der Bellen konnte mit seiner besonnenen, klugen Amtsführung in stürmischen Zeiten eine klare Mehrheit der Burgenländer und Burgenländerinnen für sich gewinnen“, erklärte Landessprecherin Regina Petrik. Das sei auch eine Bestätigung seiner Politik für Menschenrechte, Klimapolitik, Europa und das gemeinsame solidarische Lösen von Problemen.
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