Er heult, sieht einem Jungwolf nicht unähnlich und trabt durch Wien. Goldschakale erobern im urbanen Dschungel immer mehr Reviere.
„Meine Förster haben ihn definitiv erspäht - und auf deren Spürsinn kann ich mich absolut verlassen“, versichert Wiens Forstdirektor Andreas Januskovecz auf Anfrage der „Krone“, die ihrerseits von Lesern mit Sichtungen eines „seltsamen Fuchses“ und „komischen Wolfes“ konfrontiert worden war.
Tatsächlich dürfte es sich der Goldschakal - lateinisch-zoologisch auch Canis aureus genannt - immer mehr in den Revieren des urbanen Dschungels gemütlich machen. Auf die Spur des scheuen Gesellen, der vom Balkan über die pannonische Tiefebene zu uns trabt, haben sich auch Experten der Universität für Bodenkultur Wien, speziell des Instituts für Wildbiologie und Jagdwirtschaft mit der Projektleiterin Jennifer Hatlauf, schon seit Längerem geheftet.
Vor allem im Süden Wiens unterwegs
Jüngste Sichtungen des scheuen Heulers konzentrieren sich auf den sogenannten Maurer Wald in Liesing. Um den Goldschakalen im Wienerwald auf die Spur zu kommen, ziehen die heimischen Schakalforscher jetzt vermehrt mit Megafon ins Feld und spielen den nachtaktiven Vierbeinern bei Dämmerung eine Tonaufnahme von einem rufenden Tier ab. „Die Goldschakale antworten tendenziell sehr gerne. Wir warten meist nur einige Minuten auf eine Antwort, und wenn wir eine bekommen, ist das für uns die Anwesenheitsbestätigung“, so Biologen.
Sorge, mit Haut und Haar gefressen zu werden, muss sich übrigens kein Wanderer machen. Denn die europäischen Schakale, mit afrikanischen Exemplaren nur grundverwandt, bevorzugen Kleinsäuger, Beeren, Schwammerln und andere ähnliche Nahrung im grünen Tann.










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