Dass Arielle, die kleine Meerjungfrau in der jüngsten Disney-Verfilmung von der Afroamerikanerin Halle Bailey (22) verkörpert wird, sorgt online für Diskussionen. Auf Social Media prallen fast wie im Disney-Märchen Welten aufeinander. Während die einen die Besetzung als Fortschritt in Sachen Gleichstellung feiern, sind die anderen empört. Letztere drücken das wohl besonders gerne mit dem „Gefällt mir nicht“-Button auf YouTube aus ...
Seit seiner Veröffentlichung vor etwas mehr als zwei Wochen hat der Teaser-Trailer fast 1,2 Millionen Likes ergattert, bei mehr als 23 Millionen Abrufen. Demgegenüber stehen allerdings 2,9 Millionen User, die auf den „Gefällt mir nicht“-Button gedrückt haben.
Debatte um Hautfarbe eines Fabelwesens
Die Besetzung von Halle Bailey als Meerjungfrau Arielle, die im Zeichentrick-Original aus dem Jahr 1989 rothaarig mit heller Haut ist, sorgte bereits nach Bekanntwerden für Diskussionen. Dennoch beharrte der Disney-Konzern auf Bailey, deren erste Gesangskostprobe im Teaser äußerst vielversprechend ist.
Dass eine Debatte um die Hautfarbe eines Fabelwesens eigentlich im 21. Jahrhundert obsolet ist, hielt zahlreiche Internetuser dennoch nicht davon ab, unter dem Hashtag #notmyarielle fast schon eine Protestbewegung vom virtuellen Zaun zu brechen. Auch das Argument, dass der Erfinder der kleinen Meerjungfrau, Hans Christian Andersen, Däne gewesen sei und selbige deswegen blond und weißhäutig sein müsse, wird strapaziert.
Name und rote Haare sind Disney-Erfindungen
Gerade das ist aber absoluter Nonsens, denn Andersen hat nicht nur den Namen Arielle nie verwendet, sondern beschrieb auch nie näher die Hautfarbe der Meerjungfrau. Der Name ist ebenso wie die roten Haare der Zeichentrick-Figur eine Erfindung von Disney. Arielles weitere Merkmale wie etwa eine engelsgleiche Stimme wurden dafür mit der Besetzung von Halle Bailey perfekt umgesetzt.
Die Sängerin selbst reagierte übrigens gelassen auf die oftmals rassistischen Kommentare: „Gerade diese Meinungen von einigen Leuten erinnert mich nur daran, dass es das Wichtigste ist, einfach nur am Boden zu bleiben und dankbar für diese besondere Gelegenheit zu sein.“









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