Der Lehrermangel ist in aller Munde. Alleine in Wien mussten fast 297.000 Mehrstunden von Pädagogen von September bis April geleistet werden. Doch was kostet das eigentlich?
Der Personalmangel, der einst vor allem in der Pflege gravierend war, ist nun quer durch alle Berufsgruppen zu finden. Besonders betroffen davon sind auch die Lehrer. Erst wenige Tage vor Schulbeginn hatte auch jede Pflichtschulklasse tatsächlich einen Lehrer - wir berichteten. Zahlreiche Pädagogen fehlen aber nach wie vor, und das in ganz Österreich. Wie teuer das ist, zeigt eine Anfragebeantwortung von Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) an die SPÖ.
Im vergangenen Schuljahr mussten von September bis April aufgrund des Lehrermangels nämlich 1,7 Millionen Mehrstunden an Österreichs Pflichtschulen geleistet werden. Kostenpunkt: 80 Millionen Euro.
Wien auf Platz drei bei Überstunden
Für fast 297.000 Überstunden von Wiener Pädagogen muss der Staat 13,7 Millionen Euro berappen. Das ist der dritthöchste Wert in Österreich, nach Niederösterreich mit 15,1 Millionen Euro und Oberösterreich (15,5 Millionen Euro).
Ministerium weiß nicht alles
„Es kann nicht sein, dass unsere Schulen nur mehr mit Mehrdienstleistungen der Lehrer funktionieren. Das macht diesen Beruf weiter unattraktiv und wirkt sich über kurz oder lang auf die Bildung unserer Kinder aus“, betont SPÖ-Bildungssprecherin Petra Tanzler. Da die Lösung des Personalmangels auf Bundesebene erfolgen muss, sieht Tanzler den Minister in der Pflicht. Kurios: Wie viele Lehramtsstudenten ohne Abschluss unterrichten, weiß das Ministerium nicht.










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