Er ist nach zwei WM-Spielen Kolumbiens Hero, erzielte das 1:0-Führungstor beim Sieg über Usbekistan und nun das 1:0-Goldtor über die DR Kongo: Außenverteidiger Daniel Munoz! Der bei Crystal Palace unter Oliver Glasner reifte und drei Titel gewann. Eine Traumkarriere, die der 30-Jährige einem Kuriosum zu verdanken hat.
„Hier sind wir alle Stars. Die drei Punkte haben wir gemeinsam erreicht: Kolumbien, all diese Menschen – ich glaube, das gehört uns allen“, sagte Daniel Muñoz und setzte nach dem 1:0-Erfolg über die Demokratische Republik Kongo fort: „Letztendlich sind wir eine Familie. Ich glaube, hier heißt der Star Kolumbien.“ Doch das Team hat dennoch einen großen Helden, der wieder getroffen, in der 76. Minute das Siegtor erzielt und sein Land damit vorzeitig in die K.o.-Phase geführt hat: Munoz, den „Tiger von Almalfi“.
Glasners Laufwunder
Womit sich für den Mann aus der kolumbianischen Goldgräber-Stadt Amalfi eine Traum-Saison fortsetzt. Denn auf Klubebene gewann Munoz, der 2024 noch für die vergleichsweise geringe Ablöse von acht Millionen Euro von Genk zu Crystal Palace gewechselt war, mit der Conference League seinen nächsten Titel. Der 30-Jährige hatte bei „Palace“ als Stammspieler großen Anteil daran, dass Trainer Oliver Glasner mit den Londonern Geschichte geschrieben hat – umgekehrt entwickelte Glasner Munoz, der in der Premiere League mit seinen läuferischen Fähigkeiten diesbezüglich bereits mehrere Rekorde brach, zu dem Spieler weiter, der er heute ist.
Visum in den USA wurde abgelehnt
Was aber alles nur dank eines Kuriosums zum Karrierestart möglich wurde: Denn während seine ehemaligen Mitspieler im Jugendbereich sich bereits in Kolumbiens Liga oder anderswo etabliert hatten, kam der 18-jährige Munoz zum Schluss, dass er nicht für den Fußball bestimmt sei. Daniel rief seine Mutter an, teilte ihr seine Entscheidung mit. Weil die Arbeitsmöglichkeiten in der Heimat schlecht waren, wurde ein Arbeitsvisum in den USA beantragt. Doch es wurde abgelehnt! Was sich im Endeffekt als wahrer Segen erweisen sollte. Denn weil der amerikanische Traum nicht in Erfüllung ging, spielte Munoz weiter Fußball – und die Dinge nahmen ihren Lauf:
Nun gegen Portugal um Gruppensieg
Zwei Jahre später verpflichtete ihn ein Team aus Kolumbiens 3. Liga. Dann holte ihn Erstligist Rionegro Aguilas, ehe es zu „seinem Klub“ Atletico Nacional ging. Es folgte die erste Chance in Europa bei Genk, dann Crystal Palace. Der Rest bis heute von Kolumbiens Held ist bekannt. „Wir haben zwei von acht Etappen hinter uns und gehen Schritt für Schritt. Jetzt werden wir uns auf Portugal konzentrieren“, denkt Muñoz groß. Als Einheit will man in der Nacht auf Sonntag (1.30 Uhr) auch gegen Ronaldo und Co. punkten. Schon ein Unentschieden würde für den WM-Viertelfinalisten von 2014 den Gruppensieg bedeuten.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.