Nur unter Bedingungen
Iran bietet sich Europa als Energielieferant an
Iran hat sich Europa als Energielieferant angeboten. Dafür müssten jedoch erst das Wiener Atomabkommen wieder in Kraft gesetzt und alle wirtschaftlichen US-Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden, sagte der Außenamtssprecher des Landes am Montag.
„Wir haben bekanntlich die notwendigen Gasreserven sowie das Potenzial und könnten daher auch Europas Bedarf diesbezüglich decken“, sagte Nasser Kanaani zuvor. Der Iran hat weltweit die zweitgrößten Gasreserven, laut Beobachtungen wegen der Nachfrage im eigenen Land jedoch wenig Spielraum für Exporte.
Technische Probleme in Vergangenheit
Zudem habe es aufgrund der US-Sanktionen in den vergangenen Jahren technische Probleme bei den Gasförderungen gegeben, räumte Kanaani selbst ein. Diese seien in der Zwischenzeit aber behoben und der Iran habe keinerlei Einschränkungen mehr.
Damit das Land tatsächlich Gas liefere, müssten im Vorfeld jedenfalls das Wiener Atomabkommen wieder in Kraft gesetzt und alle wirtschaftlichen US-Sanktionen aufgehoben werden. Der Iran und seine sechs Vertragspartner China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA arbeiten aktuell daran, das Abkommen von 2015 wiederzubeleben. Eine Einigung gibt es bisher nicht, wobei sich der iranische Sprecher zuversichtlich zeigte, dass diese bald erreicht werden könne.
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Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland
Was Europa von den Gaslieferungen zusätzlich zu den technischen Problemen abhalten könnte, ist die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit des Irans mit Russland. Diese ist den USA ein Dorn im Auge. Das US-Militär geht außerdem davon aus, dass der Iran das russische Militär mit Waffen unterstützt. Sie sollen etwa (viele fehlerhafte) Kampfdrohnen für den Krieg in der Ukraine geliefert haben.













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