Lebenslange Haft
Mörder von Sarah Everard verlor Berufungsprozess
Der grauenhafte Mordfall der Londonerin Sarah Everard erschütterte im März letzten Jahres das ganze Land und erregte großes internationales Aufsehen. Der Mörder der 33-Jährigen verlor nun einen Berufungsprozess und muss den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. Es ist das erste Mal in der Geschichte Englands, dass ein Mensch für eine derartige Tat eine lebenslange Haftstrafe, ohne Aussichten auf frühzeitige Freilassung, bekommen hat.
„Lebenslange Haft“ lautet das Urteil des Mörders. Das Berufungsgericht Court of Appeal lehnte am Freitag einen Antrag des ehemaligen Polizisten auf eine geringere Haftzeit ab. Das Urteil sei angesichts der Tatumstände zu Recht gesprochen worden, entschied der zuständige Richter Ian Burnett.
Der ehemalige Polizist hatte die 33-jährige Sarah Everard am 3. März 2021 entführt, vergewaltigt und brutal ermordet. Er nutzte seinen Dienstausweis, um die Londonerin, die nachts auf ihrem Heimweg war, wegen Missachtung der geltenden Corona-Regeln anzuhalten und in sein Auto zu bekommen.
Der Ex-Polizist ist somit die erste Person in England, die wegen eines Mordes zu lebenslanger Haft - ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung - verurteilt wurde. Zuvor wurde diese Strafe nur gegen Personen verhängt, die mehrere Morde begangen hatten.
Weitere Mindesthaftzeiten geändert
Das Berufungsgericht entschied auch in weiteren aufsehenerregenden Fällen. So wurde beispielsweise die Mindesthaftzeit für einen Mann, der gemeinsam mit seiner Partnerin seinen sechsjährigen Sohn getötet hatte, von 21 auf 24 Jahre erhöht. Ein weiterer Täter, der seine beiden Kinder und seine Partnerin umbrachte, bekam eine Mindesthaftstrafe von 48 anstatt 40 Jahren. Die Strafe für einen Doppelmörder, der seine Ehefrau, sowie sechs Jahre darauf seine Verlobte, umbrachte, wurde hingegen von lebenslang auf mindestens 35 Jahre reduziert.















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