28.07.2022 15:51 |

„Fake News verbreitet“

Kreml: 75.000 Getötete und Verletzte sind unwahr

75.000 Russen sollen bis dato im Krieg getötet oder verletzt worden sein, berichtete das US-Repräsentantenhaus am Mittwoch. Dass diese Angaben nicht stimmen würden, entgegnete der Kreml am Donnerstag. Es würden „Fakes verbreitet“.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

„Das sind ja keine Angaben der US-Administration, sondern Veröffentlichungen in Zeitungen. In unserer Zeit scheuen nicht einmal die solidesten Zeitungen davor, alle möglichen Fakes zu verbreiten. Das ist leider eine Praxis, die wir immer häufiger erleben“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag.

Damit reagierte er auf einen Bericht der „New York Times“, dass Russland hohe Verluste im Krieg in der Ukraine hätte. „Wir wurden darüber informiert, dass mehr als 75.000 Russen entweder getötet oder verletzt wurden, was enorm ist“, zitierte zudem der US-Fernsehsender CNN die demokratische Abgeordnete Elissa Slotkin.

Keine offiziellen Totenzahlen
Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hatte zuletzt 15.000 Tote auf russischer Seite geschätzt. Aktuelle Angaben der offiziellen Stellen in Russland gibt es nicht. Kürzlich soll ein Massentransport mit Leichen in die sibirische Republik Tuwa unterwegs gewesen sein.

Insgesamt haben bisher Zehntausende Menschen im Ukraine-Krieg ihr Leben verloren. Darunter sind laut ukrainischen Angaben mehr als 5200 Zivilpersonen, zu Soldaten und Soldatinnen macht auch Kiew keine Angaben. Millionen weitere Menschen wurden vertrieben, aktuell sind mehr als 6,16 Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine in ganz Europa registriert. Die meisten sind in den Nachbarländern Polen und Moldau.

Kämpfe nähern sich Bachmut und Soledar
Derzeit nähern sich die Kämpfe zwischen den Truppen Moskaus und Kiews den Städten Bachmut und Soledar (Donbass). Teilweise sollen Angriffe abgewehrt worden sein, wie der ukrainische Generalstab am Donnerstag mitteilte. Im Süden würde man vor einer Gegenoffensive stehen. In den vergangenen Tagen sollen die ukrainischen Truppen mindestens drei Brücken über dem Dnipro beschädigt haben, auf die Russland angewiesen ist, um seine besetzten Gebiete zu versorgen. Dadurch wird der Vorwurf laut, dass Kiew nicht zum Wohle der eigenen Bevölkerung handelt.

Russische Einheiten berichteten, im Süden 21 „Komplizen“ der ukrainischen Armee festgenommen zu haben. Zudem hätten sie Waffen und Munition beschlagnahmt. In der Nacht auf Donnerstag sollen mehr als 20 Raketen auf Infrastrukturobjekte aus dem benachbarten Belarus abgefeuert worden sein.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Donnerstag, 11. August 2022
Wetter Symbol
(Bild: stock.adobe.com, Krone KREATIV)