Das russische Militär setzt seine Angriffe auf den Süden der Ukraine fort. Nach dem Hafen von Odessa soll nun auch die Infrastruktur des Hafens der Region Mykolajiw mit Raketen beschossen worden sein, wie der dortige Bürgermeister am Dienstag berichtete. Moskau weist die Anschuldigungen zurück, das Abkommen zum Export von Getreide nicht einzuhalten.
„Ein massiver Raketenangriff auf den Süden der Ukraine wurde aus Richtung des Schwarzen Meeres und unter Einsatz der Luftwaffe gestartet“, sagte der Bürgermeister der Stadt Mykolajiw, Olexandr Senkewitsch. Ziele seien der Hafen von Mykolajiw und die Region Odessa gewesen. Einzelheiten über die Folgen der beiden Raketenangriffe gab es am Dienstagvormittag noch nicht. Da Odessa einer von drei für den Export von Getreide freigegebenen Häfen ist, wirft Kiew Moskau vor, das erst kürzlich vereinbarte Abkommen nicht einzuhalten.
Moskau: Nur militärische Einrichtungen beschossen
Der Kreml erwidert, dass Odessa zwar angegriffen worden sei, man sich aber auf militärische Einrichtungen beschränkt hätte. So sollen ein ukrainisches Kriegsschiff und von den USA gelieferte Raketen zerstört worden sein. Der britische Geheimdienst teilte wiederum mit, dass es am Sonntag (einen Tag nach dem Angriff, Anm.) weder Anzeichen für ein solches Schiff noch für Raketen gegeben habe. In Odessa stecken in den Silos rund 20 Millionen Tonnen Getreide fest, die über das Schwarze Meer verschifft werden sollen. Die Ukraine zählt zu den weltweit größten Getreide-Exporteuren.
Zivile Todesopfer in Donezk
Weitere Kämpfe gab es in Donezk im Osten der Ukraine, wo vier Zivilpersonen ums Leben kamen und 13 weitere verletzt wurden. Das teilte der dortige Militärgouverneur Pawlo Kyrylenko am Dienstag mit. Faktisch würden die russischen Truppen das gesamte Gebiet beschießen. „Es gibt keine Siedlung (...), die nicht beschossen wird und die sicher oder relativ sicher ist“, sagte der Militärgouverneur im TV.














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