Der Strompreis an den Börsen wird derzeit von der Sommerhitze und der Gasunsicherheit getrieben. Dies mache die weitere Entwicklung unabsehbar und könnte dazu führen, dass im Herbst mit einem weiteren Preisanstiegen gerechnet werden müsse, erklärte EVN-Sprecher Stefan Zach am Dienstag. Experten hätten ursprünglich im Sommer mit einer Entspannung gerechnet.
Die Hitze in Europa wirke sich auf die Wasserführung der Flüsse aus, was sich direkt in einer niedrigeren Stromproduktion auswirke und indirekt etwa durch Probleme bei Kohletransporten. Auch die Kühlung von Kraftwerken sei durch Hitze erschwert. In Frankreich produzieren die Atomkraftwerke weniger - auch wegen Reparaturen und Wartungen -, Strom wird laut Medienberichten aus den Nachbarländern importiert.
Heimische Flüsse haben niedrige Pegelstände
In Österreich lassen die trockenheitsbedingten niedrigen Pegelstände der heimischen Flüsse derzeit die Stromproduktion in den Verbund-Wasserkraftwerken sinken. „Die Stromerzeugung in den Laufkraftwerken ist aufgrund der geringeren Wasserführung derzeit unterdurchschnittlich, liegt aber innerhalb der langjährigen Schwankungsbreite“, hieß es vom Verbund.
Der börsennotierte Energieversorger wies aber darauf hin, dass ein niedrigerer Wasserstand in Laufkraftwerken nicht im selben Ausmaß die Stromerzeugung verringert. Die Energieausbeute sei nicht nur von der Wassermenge, sondern auch von der Fallhöhe beim jeweiligen Kraftwerk abhängig.
Historische Dimension bei Preisanstiegen
Auf den Energiemärkten zeige sich aktuell eine historische Dimension bei den Preisanstiegen, so Zach. Auch in der Nacht würden die Großhandelspreise für Strom an den Börsen nicht mehr unter 380 Euro je Megawattstunde fallen. Den Preisanstieg seit Jahresbeginn zeigt auch der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Strompreisindex (ÖSPI): Im Jänner lag der Indexwert (gewichtet) noch bei 164,62 Punkten, im Juni bereits bei 290,58.














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