08.07.2022 11:44 |

Mindestens zehn Tote

Marmolada-Gletscherbruch: 7 Verletzte im Spital

Nach der Gletscher-Lawine in den Dolomiten am vergangenen Sonntag konnten vier der zehn Todesopfer noch nicht identifiziert werden. Sieben der acht Verletzten liegen weiter im Spital, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Der Zugang zur Bergspitze der Marmolada bleibt weiterhin geschlossen.

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Der höchste Berg der Dolomiten, der in den Provinzen Trient und Belluno liegt, soll wochenlang nicht mehr zugänglich sein. Wie berichtet, ist auf dem Berg Marmolada am Sonntag eine große Eisplatte eingestürzt und hat Aufstiegsrouten zum Gipfel getroffen. Dabei kamen mindestens zehn Menschen ums Leben, acht weitere wurden verletzt.

Identität von sechs Todesopfern geklärt
Von den Todesopfern konnten bisher sechs identifiziert werden. Darunter sind etwa ein 52-jähriger Bergführer und ein 48-jähriger Manager. Insgesamt kommen vier Personen aus Italien und zwei aus Tschechien. Herausfordernd ist das Identifizieren der Opfer deshalb, weil die Leichen durch Eis, Steine und Geröll zerstückelt sind, und daher mit DNA-Tests gearbeitet wird. Zudem wurden die Nummernschilder abgestellter Fahrzeuge auf den Parkplätzen, von wo aus die Wanderwege beginnen, mit den Buchungen der Unterkünfte in der Gegend abgeglichen. 

Noch ein Vermisster
Die Rettungseinheiten suchten am Freitag unter Eis und Geröll noch nach der Leiche des letzten Vermissten. Dabei wurden sterbliche Überreste gefunden, wie italienische Medien berichteten. Diese müssen allerdings erst identifiziert werden, um zu wissen, ob es sich dabei um den Vermissten handelt oder nicht. Bei den Verletzten des Unglücks ist der aktuelle Stand, dass sieben von acht noch im Krankenhaus behandelt werden. Der Zustand von zwei Deutschen im Spital der Stadt Belluno sei „zufriedenstellend“, teilten die Gesundheitsbehörden mit.

Am Samstag ist im gesamten Trentiner Fassa-Tal ein Trauertag geplant. Der Erzbischof von Trient, Lauro Tiso, und der Pfarrer der Ortschaft Canazei, Mario Bravin, werden eine Trauerzeremonie begehen. In Canazei ist das Hauptquartier der Rettungseinheiten.

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