Der einstige US-Präsident Richard Nixon ist der Welt in erster Linie wegen Watergate in Erinnerung. In zweiter: Weil er den Goldstandard abgeschafft hat, auch keine historische Glanzleistung. Bis zum 15. August 1971 musste bei der US-Notenbank Fed für jeden gedruckten Dollarschein der entsprechende Gegenwert in Gold gebunkert werden. Doch Pfeif-Mir-Nix Nixon hatte das Gelddrucken für sich entdeckt und drohte Gefahr zu laufen, das jahrzehntelange Versprechen einer harten Leitwährung nicht halten zu können. Also hob er den Goldstandard auf. Vorübergehend, wie er in einer TV-Ansprache erklärte.
51 Jahre später ist aus der vorübergehenden Maßnahme eine Dauerlösung geworden. 51 Jahre später hat der Dollar 98 Prozent seiner Kaufkraft eingebüßt. 51 Jahre später erleben die Menschen einen harten Aufprall in der Inflations-Realität: In den USA steht die Teuerung bei 8,3, in Österreich bei 8,0 Prozent, in der Türkei bei 75,5 Prozent! Man braucht keine prophetischen Fähigkeiten, um zu prognostizieren, dass die Faktoren Energie, Lohn-Preis-Spirale, Mieten, Rohstoffe, Lieferketten, Nachhaltigkeit, Covid, Flüchtlinge oder Rüstung (alleine Deutschland will 100 Milliarden investieren) die Inflation weiter anheizen werden.
Übrigens: Eine Unze Gold kostete vor 51 Jahren 35 Dollar, heute 1850. In der guten alten 100-Schilling-Münze aus 1935 steckt Gold von 16.500 Schilling (rund 1200 Euro), also das 165-Fache. Wahre Werte, die uns zu denken geben sollten.
Kommentar von Christian Baha
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