Wer durch Einkaufsstraßen spaziert, wird schon öfter auf diese Schilder gestoßen sein: „Verkaufspersonal wird aufgenommen“, „Koch und Kellner gesucht“ und ähnliches. Wenn man mit Unternehmern aus unterschiedlichen Branchen spricht, so stoßen die ins gleiche Horn. Sie suchen Arbeitskräfte und finden keine.
Das ist kein österreichisches Phänomen. Mitarbeiter im Tourismus, IT-Spezialisten, Handwerker, sie alle sind mittlerweile in ganz Europa zur Mangelware geworden. Dass die Arbeitslosenzahlen angesichts dieser Situation nicht noch rascher sinken liegt leider daran, dass ungelernte Kräfte nicht die Qualifikation für die angebotenen Jobs haben.
Doch die Trendwende ist offensichtlich: Noch vor einigen Jahren dachten viele Betriebe darüber nach, wie man Personal einsparen und so Kosten reduzieren kann. Das ändert sich gerade dramatischund hat zwei Ursachen: Zum einen gibt es nach Covid-Zeit einen Aufholbedarf. Die Wirtschaft wächst trotz Ukraine-Krise und Rekord-Teuerung. Zum anderen spürt man den demographischen Wandel. Während die Babyboom-Generation der 60er Jahre langsam ins Pensionsalter driftet, kommen viel weniger Junge neu auf den Arbeitsmarkt.
Die starke Zuwanderung hat diesen Trend eine Zeitlang verlangsamt. Doch jetzt scheint er unaufhaltsam: Arbeitskräfte werden Mangelware und daher teurer. Das zu bewältigen wird eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre sein.
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