Eine Frau niedergestoßen und dann auf die ihr zu Hilfe eilenden Samariter eingeschlagen haben soll ein 62-Jähriger. Zu seinem Prozess in Eisenstadt erschien er erst gar nicht.
Mit einer Bekannten wollte sich eine Niederösterreicherin in einem Park in Neudörfl entspannen. Doch als die beiden Frauen auf der Bank saßen und plauderten, kam plötzlich Akija M. dazu und belästigte eine der beiden Ausflüglerinnen.
Aggressives Verhalten
Als bei Wilma S. das Telefon läutete, stand sie auf. Da trat M. von hinten an die Frau heran und riss ihr das Telefon so brutal aus der Hand, dass sie stürzte. Ein Zeuge verständigte Rettung und Polizei. Als die Sanitäter des Samariterbundes aus dem nahen Wiener Neustadt vor Ort eintrafen, verhielt sich M. auch den Rettern gegenüber aggressiv.
„Es war eine gereizte Stimmung“, erinnert sich einer der Helfer: „Ich habe den Herrn immer wieder gebeten, Abstand zu halten, aber er hat uns bei der Arbeit behindert und Schläge in meine Richtung gemacht. Zum Glück hat er mich nicht getroffen.“
Angeklagter „schwänzte“ Prozess
Während zwei Retter die verletzte Frau im Rettungswagen behandelten, wartete der dritte Sanitäter das Eintreffen der Polizei ab und war dabei immer wieder den Attacken von Akija M. ausgesetzt. Die eintreffenden Beamten zeigten den Rowdy wegen Körperverletzung an.
Doch seinen Prozesstermin vor dem Landgericht Eisenstadt schwänzte der Angeklagte - sehr zum Missfallen der Richterin. Dabei hatte der 62-Jährige die an ihn geschickte Ladung sogar persönlich übernommen. Als die Richterin versuchte, ihn anzurufen, existierte die Telefonnummer nicht mehr.
Der Prozess musste daher vertragt werden. Sollte M. auch der nächsten Ladung nicht folge leisten, so würde er von der Polizei abgeholt und vorgeführt ...
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