GUTEN MORGEN

VdB-„Gesabbel“ | Pest oder Corona

VdB-„Gesabbel“. Eine Bestätigung war nicht zu erwarten. Die gestrige krone.at-Meldung, wonach Alexander Van der Bellen am Sonntag seine Wiederkandidatur für das Amt des Bundespräsidenten bekannt geben werde, wurde von der Präsidentschaftskanzlei weder bestätigt, noch dementiert. Doch die Indizien, dass die Verkündung bevorsteht, verdichten sich. Auf TikTok verbreitet sich ein Video, das in diese Richtung weist, gleichzeitig sickerten Informationen durch, dass eine Kundmachung in der Hofburg vorbereitet werde. Und wenn nun schon viele das Gras wachsen hören, so führen sie auch noch ins Treffen, dass, seit Lothar Lockl, VdBs (ehemals) engster Berater seit Donnerstag fix den Vorsitz im ORF-Stiftungsrat inne hat, der Amtsinhaber in die Offensive gehen kann, ohne womöglich Lockl in seinen Bestrebungen zu schaden. Alles paletti also? Nicht ganz. „Krone“-Postler Michael Jeannée, ein Konservativer alten Schlages, kommt zwar in seiner heutigen Kolumne zu einem überraschend positiven Van-der-Bellen-Bild. Er kritisiert aber das „Gesabbel“ zu seiner zweiten Amtszeit. Er meint: „Schluss mit dem Gesabbel, Herr Van der Bellen. Und an die Wahlfront mit Ihnen“. Ob VdB auf Jeannée hört?

Pest oder Corona. China - der gefährliche Riese im Osten. Nach jahrelangem Bangen, wie sehr uns die massiv wachsende Wirtschaftsmacht verschlingen würde müssen wir uns jetzt Sorgen machen, weil der Riese angeschlagen ist. „Krone“-Außenpolitik-Doyen Kurt Seinitz, seit Jahrzehnten intimer Kenner Chinas, beschäftigt sich in unserer heutigen Ausgabe mit dem aktuellen Bild dieses für uns so schwer zu fassenden Riesen. Seinitz meint, dass uns Chinas Anti-Covid-Hammer „allen auf den Kopf fällt“ und untermauert diese Prognose mit vielen „Krankheits-Symptomen“: Durch die Lockdown-Blockaden kam es zu einem Wirtschaftseinbruch, die Massenstaus bei den Lieferketten wirken sich weltweit aus, während auch in China das Unruhepotenzial wächst. Und Auslöser für das ganze Schlamassel, das mittlerweile die Weltwirtschaft erschüttert,  ist und bleibt China selbst. Seinitz schreibt: „Man kann es in Peking drehen, wie man will: China hat die globale Ausbreitung des Covid-19-Virus verursacht - durch einen schweren Fehler des politischen Systems.“ Es sei dann zwar gelungen, die Seuche abzuwürgen, während die ganze Welt unter Covid und den Gegenmaßnahmen litt. „Doch dann kam Omikron und die an ihre Grenzen gestoßene Null-Covid-Politik wird nun zur schweren wirtschaftlichen Selbstbeschädigung Chinas. Und, noch ärger, die Menschen wollen sich nicht mehr einsperren lassen.  So viel Ungehorsam hat China schon lange nicht gesehen“, weiß unser Außenpolitik-Experte. Und er kommt zum Schluss: „Der selbst ernannte Weltmeister in der Bekämpfung der Pandemie ist in der eigenen Falle gefangen. Wenn Peking jetzt lockerlässt, könnte es eine riesige Infektionswelle auslösen.“ Wie nannte man so eine Situation einst? Pest oder Cholera! Heute müsste man sagen: Pest oder Corona. Oder gar Corona oder Covid…

Einen schönen Samstag!

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